One Biosciences, ein Techbio-Unternehmen und Spin-off des Institut Curie, das Pionierarbeit im Bereich der klinischen Einzelzell-Tumorprofilierung leistet, und Institut Curie, das führende französische Zentrum für den Kampf gegen Krebs, gab heute Unterstützung von Bpifrance über das i-Démo-Programm1 im Rahmen von Frankreich 2030 für das CAST-Projekt (Cancer Single-cell Analysis for Therapy) bekannt, die sich auf 3,3 Millionen Euro beläuft. Dieser Meilenstein ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer Einzelzell-Tumorprofilierungstechnologie für die routinemäßige Krebsbehandlung.
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Triple-negativer Brustkrebs (Triple-Negative Breast Cancer, TNBC) macht etwa 15–20 % aller Brustkrebsfälle aus. Patienten sind mit hohen Rückfallquoten, einer schnellen Krankheitsprogression und begrenzten Behandlungsoptionen konfrontiert. Und den Medizinern fehlen weiterhin zuverlässige Biomarker, um vorherzusagen, welche Patienten auf Immuntherapie- oder Chemotherapiekombinationen reagieren werden. Bei den derzeitigen Diagnoseansätzen wird ein Mittelwert aus den Signalen für Millionen von Zellen gebildet, was die Heterogenität der Tumore verschleiert, die zu Resistenz und Behandlungsmisserfolgen führt.
Das CAST-Projekt, das von One Biosciences geleitet und in Partnerschaft mit dem Institut Curie durchgeführt wird, soll diese Einschränkungen überwinden. Im Rahmen dieses vierjährigen Programms wird OneMap™, die innovative Lösung von One Biosciences, als erste Einzelzell-Diagnoseplattform in Form eines In-vitro-Diagnosetests auf den Markt gebracht. Die Plattform soll Behandlungsentscheidungen für Patienten mit TNBC leiten.
OneMap™ kombiniert Einzelzell-Transkriptomik und KI, um Tumore in der Auflösung einzelner Zellen zu analysieren und innerhalb von zwei Wochen klinisch umsetzbare Berichte basierend auf standardmäßigen, im Krankenhaus durchgeführten Biopsien bereitzustellen. Indem die Tumorheterogenität in Einzelzellauflösung entschlüsselt wird und die spezifischen Zellpopulationen identifiziert werden, die die Behandlungsresistenz fördern könnten, könnte es diese Plattform Medizinern ermöglichen, in jedem Einzelfall fundiertere Behandlungsentscheidungen zu treffen.
Erste Studien, die gemeinsam von One Biosciences und dem Institut Curie durchgeführt wurden, haben bereits die Fähigkeit demonstriert, hochwertige Einzelzelldaten aus routinemäßigen TNBC-Biopsien zu erfassen und zelluläre Signaturen zu identifizieren, die mit der Reaktion auf die Immuntherapie zusammenhängen. CAST wird die einzigartige klinische Expertise des Institut Curie und dessen Institute of Women’s Cancers nutzen, das von der Université Paris Sciences et Lettres und INSERM gegründet wurde, und Zugang zu einer Kohorte von mehr als 300 TNBC-Patienten erhalten. Dieses Projekt wird erwartungsgemäß der weltweit größte klinisch annotierte Einzelzell-Datensatz für triple-negativen Brustkrebs werden.
Das CAST-Projekt, das mit 3,3 Millionen Euro aus dem fünften Projektaufruf i-Démo 2026 im Rahmen der Initiative Frankreich 2030 unterstützt wird, konzentriert sich auf vier Hauptbereiche: Industrialisierung der OneMap™-Plattform, Validierung prädiktiver Biomarker für TNBC, Vorbereitung auf die behördliche Zulassung und Skalierung der zentralisierten klinischen Laborinfrastruktur von One Biosciences in der Region Paris, um eine zukünftige kommerzielle Bereitstellung zu ermöglichen.
„Diese Finanzierung ist ein entscheidender Meilenstein für One Biosciences und das Fortschreiten der Einzelzellentechnologie in den klinischen Bereich“, sagte Hedi Ben Brahim, CEO von One Biosciences. „CAST beschleunigt den Weg von der bahnbrechenden Forschung zu einem skalierbaren kommerziellen Produkt, das Onkologen helfen kann, bessere Behandlungsentscheidungen für Patienten zu treffen. Wir sind Frankreich 2030 äußerst dankbar für diese transformierende Unterstützung.“
„CAST reflektiert perfekt die Mission des Institut Curie: die Transformation modernster Forschung in greifbare Vorteile für Patienten“, sagte Dr. Céline Vallot, Mitgründerin und Chief Scientific Officer von One Biosciences, CNRS Research Director und Leiterin des Teams Dynamics of Epigenetic Plasticity in Cancer2 am Institut Curie. „Indem wir Einzelzellentechnologien in die klinische Praxis bringen, haben wir die Möglichkeit, die Behandlung aggressiver Krebsarten grundlegend zu verbessern. Dieser Ansatz hilft sicherzustellen, dass jede Patientin und jeder Patient die Behandlung erhält, die am besten zu der einzigartigen Biologie ihrer Krankheit passt, und verbessert auf diese Weise das Ergebnis und die Lebensqualität.“
„Triple-negativer Brustkrebs ist auch weiterhin eine der am schwersten behandelbaren Krebsarten, weil wir immer noch keine zuverlässigen Instrumente haben, um Reaktion und Resistenz vorherzusagen“, ergänzte Dr. Luc Cabel, medizinischer Onkologe am Institut Curie und Hauptuntersuchungsleiter des CAST-Projekts. „Der medizinische Bedarf besteht darin, die Behandlung für Patienten mit gutem Ansprechen zu deeskalieren, um die Nebenwirkungen zu begrenzen, und besser eine Salvagetherapie für Patienten mit schlechtem Ansprechen zu wählen. Durch die Kombination von klinischer Expertise mit Einzelzellen- und KI-Technologien hat CAST das Potential, Onkologen ein deutlich präziseres Verständnis der Tumore der einzelnen Patienten zu ermöglichen und auf diese Weise Behandlungsentscheidungen und Ergebnisse zu verbessern.“
Durch die Schließung der Lücke zwischen Forschung und klinischer Umsetzung ist das CAST-Projekt ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um die Einzelzellen-Präzisionsonkologie für Patienten Wirklichkeit werden zu lassen.
Über Institut Curie
Institut Curie, das führende französische Zentrum für den Kampf gegen Krebs, kombiniert ein international renommiertes Forschungszentrum und ein modernes Krankenhaus, in dem alle Krebsarten – selbst die seltensten – behandelt werden. Institut Curie, das 1909 von Marie Curie gegründet wurde, beschäftigt 4.000 Forscher, Ärzte und Gesundheitsfachkräfte an drei Standorten (Paris, Saint-Cloud und Orsay), die alle zu den drei Missionen beitragen: Behandlung, Lehre und Forschung. Als gemeinnützige Stiftung, die Spenden und Vermächtnisse erhalten darf, ist Institut Curie auf die Unterstützung von Spendern angewiesen, um die wissenschaftliche Entdeckung zu beschleunigen sowie Behandlung und Lebensqualität für Patienten zu verbessern.
Weitere Informationen: curie.fr ; LinkedIn, Facebook, Instagram , Bluesky
Über One Biosciences
One Biosciences ist ein auf Einzelzell-Transkriptomik spezialisiertes Unternehmen, das Pionierarbeit bei der Entwicklung von Lösungen zur Tumorprofilierung in klinischer Qualität leistet. Das Unternehmen wurde 2020 als Spin-off des Institut Curie gegründet und hat OneMap™ entwickelt, eine durchgängige Plattform zur molekularen Einzelzellprofilierung, die Ärzten dabei helfen soll, optimale Behandlungen für Krebspatienten auszuwählen, und Pharmaunternehmen bei der Entwicklung von Präzisionstherapien und Begleitdiagnostika unterstützt. One Biosciences wird von führenden Investoren und Partnern unterstützt, darunter die Redmile Group, Blast, Sofinnova Partners, das Institut Curie, Gustave Roussy sowie der Paris Saclay Cancer Cluster.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: onebiosciences.fr
1 Der Projektaufruf „i-Démo“, Teil des Investitionsplans von Frankreich 2030, soll die Entwicklung von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in strategischen Märkten unterstützen, die einen Mehrwert schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft stärken und zudem den Wandel in den Bereichen Energie, Ökologie und Digitales unterstützen.
2 (CNRS UMR3244 / Translationale Forschungsabteilung / Universität Sorbonne)
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