Vor Wolfsburg-Duell: Göttlich sieht "Wettbewerbsverzerrung"
Oke Göttlich hat die Sonderrolle des VfL Wolfsburg im deutschen Profifußball scharf kritisiert. Der Präsident des FC St. Pauli sieht in den finanziellen Voraussetzungen des Liga-Konkurrenten, der von der 50+1-Regel ausgenommen ist, eine Benachteiligung anderer Klubs.
"Das ist eine Wettbewerbsverzerrung. Das kann man so sagen", sagte Göttlich im Interview mit RTL/Sky vor dem Zweitliga-Duell der beiden Klubs am Samstagabend (20.30 Uhr/RTL und Sky) am Hamburger Millerntor: "Und das sieht ja auch das Bundeskartellamt so. Weswegen das Bundeskartellamt natürlich auch sagt: 50+1 muss sich mit den Ausnahmen VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen beschäftigen."
Vor allem die finanzielle Ungleichheit gegenüber der 100-prozentigen Tochter des Volkswagen-Konzerns stört Göttlich. "Man spielt nicht auf Augenhöhe. (...) Selbst wenn der VfL Wolfsburg in der ersten Liga spielt, spielt er mit sehr vielen Teams dort nicht auf Augenhöhe, weil einfach über Jahrzehnte Geld in Infrastruktur investiert wurde, was sich viele eingetragene Vereine und viele Klubs nicht leisten können." Der VfL sei ein Mitbewerber um den Bundesliga-Aufstieg, "mit dem 17 andere definitiv nicht mithalten können".
Die Aufregung um Pfiffe gegen Wolfsburg-Neuzugang Fabian Reese hält der St.-Pauli-Präsident für überzogen. "Mir ist das alles, ehrlich gesagt, sehr, sehr hochgekocht. Es gibt natürlich Emotionen im Fußball", sagte Göttlich: "Wenn Spieler sich über Jahre committen, sich festlegen und auch eine Wortwahl treffen, die eine große Verbundenheit zu einem Verein ausdrückt, und dann wechseln sie, dann ist doch klar, dass Emotionen entstehen."
Grundsätzlich müssten Profis und Funktionäre mit Reaktionen auf ihre Entscheidungen umgehen können. "Wenn wir Pfiffe im Fußball nicht mehr aushalten, dann wird es schwierig", sagte Göttlich. Anfeindungen wolle er damit nicht rechtfertigen. Er gehe nicht davon aus, dass Reese beim FC St. Pauli "überhaupt ein großes Thema sein wird".
© 2008-2026 Sport-Informations-Dienst
Latest stories
France A moins de 1,70 euro le litre de carburant, les stations d'Andorre font le plein
C'est un flux incessant de véhicules qui se succèdent dans une des plus grosses stations-service du Pas-de-la-Case en Andorre à proximité de la frontière française, attirés par le prix...
La Une Réseaux sociaux: l'UE propose une interdiction aux moins de 13 ans et des "mini-comptes" pour ados
Ursula von der Leyen a dévoilé mercredi des propositions très attendues pour protéger les enfants et adolescents en ligne en Europe: une interdiction des réseaux sociaux aux moins de 13 ans et des "mini-comptes" aux...
France Carburants: Macron demande au gouvernement une "totale mobilisation" sur l'approvisionnement et les prix
Emmanuel Macron a demandé mercredi au gouvernement sa "totale mobilisation" sur "l'approvisionnement" et la "maîtrise des prix" des carburants, a rapporté la porte-parole du gouvernement...