Ob Unternehmen Zugang zu einem Quantensystem haben, ist nicht mehr die entscheidende Frage. Vielmehr geht es darum, was sich damit anfangen lässt.
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State of Quantum 2026 is based on independently conducted research and analysis, authored by The Quantum Insider (Resonance), published by IQM Quantum Computers, and supported by OpenOcean.
Die vierte Ausgabe der jährlich erscheinenden Studie „State of Quantum 2026“ wurde heute von IQM Quantum Computers veröffentlicht. Nach seiner Fusion mit Real Asset Acquisition Corp (Nasdaq: RAAQ) steht das Unternehmen kurz vor seinem geplanten Börsengang am Nasdaq Global Select Market. Die Studie wurde jedoch unabhängig von The Quantum Insider, einem Unternehmen der Resonance Gruppe durchgeführt. Das Ergebnis: Quantentechnologie ist mittlerweile unter Unternehmen weit verbreitet, aber der produktive Einsatz ist begrenzt. 89 % der Befragten geben an, praktisch mit Quantencomputern zu arbeiten, während nur 10 % von einem begrenzten produktiven Einsatz berichten und davon lediglich 3 % dies in großem Umfang tun.
Der gesamte Bericht dreht sich um diese Kluft. Das Umfeld für die Nutzung von Quantencomputing ist dynamisch, jedoch ist die Umsetzung in praktische Anwendungen erst in den Anfängen. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass führende, proaktive Organisationen Vorteile erlangen, die Nachzügler nur schwer aufholen können.
Der Bericht stützt sich auf erfasste Transaktionsdaten aus dem Zeitraum von 2021 bis zum ersten Quartal 2026, eine validierte Umfrage unter 107 erfahrenen Fachleuten aus den Regionen AMER, EMEA und APAC sowie 19 ausführliche Interviews mit Führungskräften von Unternehmen und Einrichtungen wie Airbus, BMW, Moderna, der Deutschen Bahn, dem Argonne National Laboratory und dem Oxford Quantum Institute.
Ein Markt, der zum ersten Mal quantifizierbar wird
Um herauszufinden, wie gut die Käufer vorbereitet sind, wird im Bericht der „Quantum Readiness Index“ eingeführt. Es ist ein Wert, der sich aus vier Dimensionen zusammensetzt: Personal, Innovationen, Investitionen und Anwendung. Er ist in fünf Stufen von „Aware“ bis „Leading“ unterteilt. Insgesamt erreicht die Kohorte 58 von 100 Punkten und befindet sich damit in der Stufe „Developing“: ein Markt, der über die Bekanntheit und die erste Erkundungsphase hinaus ist, aber noch nicht für eine groß angelegte Einführung bereit ist. Entscheidend ist das Muster, das sich hinter dem Wert verbirgt: Personalbeschaffung, Budget und Pilotprojekte sind weiter fortgeschritten als eigene Leistung oder eine groß angelegte Einführung. Nur 9 % der befragten Unternehmen geben an, über ein mit Ressourcen ausgestattetes Programm zum Schutz geistigen Eigentums zu verfügen.
„Märkte reifen, wenn Fragen überholt sind“, sagte Alex Challans, CEO von The Quantum Insider. „Vor einem Jahr fragten sich die Leute noch, ob die Investitionen in die Quantenbranche ihren Höhepunkt erreicht hätten. Der diesjährige Bericht beendet diese Debatte. Es fließt Kapital in Mengen, und es geht an die Unternehmen, deren Roadmaps durch nachgewiesene Ergebnisse unterstützt werden. Die Frage ist nun nicht mehr, ob sich mit der Quantenbranche Geld verdienen lässt. Die Frage ist vielmehr, ob Unternehmen die nötigen Fähigkeiten aufbauen, um bereit zu sein, wenn aus den Investitionen ein kommerzielles Produkt wird.“
Der Wandel, den die Daten belegen
Eine lange Zeit orientierte sich die Quantentechnologie am Zugang. Die Daten für 2026 zeigen, dass sich dies ändert. Bei Hybrid- und Standalone-Modellen erwarten rund 46 % der Käufer, dass innerhalb von drei Jahren eine lokale Infrastruktur Teil ihres Zugangsmodells sein wird, während 24 % ausschließlich die öffentliche Cloud bevorzugen. Der Bericht stellt fest, dass ernsthaft interessierte Käufer nicht mehr in erster Linie auf die Anzahl der Qubits achten, sondern sich fragen, ob sie Einblick in eine Maschine erhalten, diese kalibrieren, in bereits existente Systeme integrieren und die von ihnen entwickelten Fähigkeiten beibehalten können.
Der Grund, warum dies von Bedeutung ist, liegt dem Bericht zufolge im Timing. Der Quantenvorteil stellt sich nicht einfach zum Zeitpunkt der Installation ein. Er wird schrittweise durch geschultes Personal, für spezifische Probleme entwickelte Algorithmen und in aufeinanderfolgenden Zyklen mit dem System gesammelten Erfahrungen aufgebaut – allesamt Faktoren, die sich später nicht schnell erstellen lassen. Die Roadmaps der Anbieter aller wichtigen Komponenten laufen derzeit auf einen Zeitraum zwischen 2029 und 2031 für fehlertolerantes Quantencomputing hinaus. Im dazwischenliegenden Zeitraum müssten die entsprechenden Fähigkeiten aufgebaut werden.
„Die Zukunft der Quanteninformatik ist näher, als es den Anschein hat“, schrieb Jan Goetz, Mitbegründer und CEO von IQM Quantum Computers, im Vorwort des Berichts. „Die Vorbereitungen dafür laufen bereits jetzt. Unternehmen, die auf ein klares Signal warten, stellen oft fest, dass das Signal und die Frist am selben Morgen eintreffen.“
Die wahren Beschränkungen
Der Bericht macht deutlich, dass Einschränkungen nicht mehr in erster Linie durch die Hardware bedingt sind. Das größte Hindernis sind die Fachkenntnisse, die von mindestens 66 % der großen Unternehmen, Hochschulen und staatlichen Auftraggeber genannt werden. An zweiter Stelle steht die Gestaltung der Algorithmen und nicht die Unausgereiftheit der Qubits. Die Ausbildung des Personals dauert laut Bericht zwei bis fünf Jahre. Der Nachschub an Fachkräften ist nur garantiert, wenn die Organisationen jetzt damit beginnen.
Investoren bevorzugen konkrete Ergebnisse
Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass Investoren mittlerweile das Erreichen von konkreten Meilensteinen mehr belohnen als ehrgeizige Roadmaps. Im Bereich Quantencomputing wurden im Jahr 2025 Investitionen in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar getätigt – fast das Fünffache des Vorjahreswerts. Dies führt der Bericht eher auf echte Ergebnisse als auf Spekulationen zurückführt. Der Anstieg wurde eher durch den Umfang der Transaktionen als durch deren Anzahl erreicht, die weitgehend unverändert blieb. Der Bericht verzeichnet zudem eine strukturelle Verlagerung hin zu öffentlichen Märkten: Seit 2021 haben sieben Quantencomputing-Unternehmen SPAC-Fusionen abgeschlossen, wobei eine zweite Welle im Verlauf von 2025 und bis ins Jahr 2026 hinein erwartet wird.
Die Kriterien für die Beschaffung verändern sich parallel zu den Investitionsströmen. Offenheit, Zugang zu Kalibrierungsdaten und die Qualität der gemeinsamen Entwicklung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass ein „Black-Box“-System zunehmend unvereinbar ist mit den Zielen von Käufern, die eigene Kompetenzen aufbauen wollen. Anforderungen an die Souveränität in Europa und in den Golfstaaten verstärken diesen Trend, da die lokale Datenspeicherung und die Kontrolle durch das Host-Land zu formellen Beschaffungsbedingungen werden.
Was die Aufteilung des Markts betrifft, so geht aus den öffentlich zugänglichen Transaktionsdaten des Berichts hervor, dass IQM mit einem Anteil von 19 % an den Quantencomputing-Aufträgen von 2021 bis zum ersten Quartal 2026 an der Spitze der Anbieter steht und bei den nationalen HPC-Quanten-Implementierungen zwischen 2025 und dem ersten Quartal 2026 mit neun Installationen in sechs Ländern unter allen erfassten Anbietern den ersten Rang einnimmt.
Der Bericht wurde diesen Monat auf dem CEO Council Summit des Wall Street Journal in London diskutiert. Dort führte Goetz aus, dass für Führungskräfte die entscheidende Frage nicht mehr lautet, ob sie die Technologie einführen sollen, sondern wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Der Bericht kommt aufgrund seiner Recherchen zu einem ähnlichen Schluss: Der Markt befindet sich noch in einem frühen Stadium der Kommerzialisierung, doch der Aufbau der entsprechenden Kapazitäten ist bereits im Gange. Diejenigen Unternehmen, die die Jahre vor der Fehlertoleranz nutzen, um Fachkräfte auszubilden, Erfahrungen mit der Integration zu sammeln und firmeneigenes Wissen aufzubauen, werden besser aufgestellt sein als diejenigen, die abwarten.
„State of Quantum 2026“ basiert auf unabhängig durchgeführten Untersuchungen und Analysen, die von The Quantum Insider (Resonance) verfasst, von IQM Quantum Computers veröffentlicht und von OpenOcean unterstützt wurden. Der vollständige Bericht steht zum kostenlosen Download hier bereit. Er enthält die vollständige Methodik des „Quantum Readiness Index“, regionale Aufschlüsselungen sowie Empfehlungen für Führungskräfte in Unternehmen, politische Entscheidungsträger, HPC-Zentren, Investoren und akademische Einrichtungen.
Über The Quantum Insider
„The Quantum Insider" ist der führende Anbieter von Medien- und Marktinformationen zur Quantentechnologiebranche und gehört zur Resonance-Gruppe mit Hauptsitz in Toronto, Kanada. Die firmeneigene Informationsplattform kombiniert KI-Fähigkeiten mit menschlicher Branchenexpertise, um Start-ups, Hochschulen, Regierungen und Unternehmen datenbasierte Informationen zu liefern.
Über IQM Quantum Computers IQM Quantum Computers bietet Forschungseinrichtungen, Universitäten, Hochleistungsrechenzentren, nationalen Laboren und Unternehmen weltweit Full-Stack-Quantencomputer sowie Zugang zu einer Cloud-Plattform. Das On-Premises-Modell zur Bereitstellung von IQM ermöglicht den Kunden den direkten Besitz und die Kontrolle über ihre Quanteninfrastruktur. Das 2018 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Finnland und einer Niederlassung in München beschäftigt über 400 Mitarbeiter und ist in Europa, Asien und Nordamerika tätig. IQM hat bei der SEC einen F-4-Registrierungsantrag eingereicht, der inzwischen genehmigt wurde, in der Absicht, durch eine Fusion mit der Real Asset Acquisition Corp. (Nasdaq: RAAQ) das erste börsennotierte europäische Quantenunternehmen an der Nasdaq Global Exchange in den USA zu werden.
Über OpenOcean OpenOcean ist eine paneuropäische Venture-Capital-Gesellschaft für die Frühphase, die mit Tech-Gründern in der Seed- und Series-A-Phase zusammenarbeitet. Das Unternehmen leitet allein oder mit anderen Seed- und frühe Series-A-Finanzierungsrunden, die anfangs auf maximal 5 Millionen Euro begrenzt sind. Zielgruppe sind Unternehmen mit Sitz in Europa, die Wissensarbeit und die dafür erforderlichen Skalierungssysteme neu gestalten – in den Bereichen KI-native Software, Automatisierung und datenintensive Technologien.
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