TREASoURcE zeigt, wie Lösungen der Kreislaufwirtschaft über Pilotprojekte hinaus in verschiedenen Sektoren und Regionen umgesetzt werden können

19 May 2026
HELSINKI, Finnland

In ganz Europa haben viele Lösungen der Kreislaufwirtschaft Schwierigkeiten, den Sprung von isolierten Pilotprojekten hin zu einer groß angelegten Umsetzung in der Praxis zu schaffen. Es sind neue Ansätze gefragt, die technische Machbarkeit, Marktrelevanz und Bürgerbeteiligung miteinander verbinden und gleichzeitig an lokale Gegebenheiten angepasst werden können.

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TREASoURcE addressed circular economy challenges across energy, plastics and biobased side streams, combining technical solutions with stakeholder and citizen engagement.

TREASoURcE addressed circular economy challenges across energy, plastics and biobased side streams, combining technical solutions with stakeholder and citizen engagement.

Das von der EU finanzierte Projekt TREASoURcE liefert Belege dafür, dass systemische, bürgerorientierte Lösungen der Kreislaufwirtschaft entwickelt, getestet und für die regionale Verbreitung vorbereitet werden können. Mit einem gemeinsamen regionalen Ansatz kombinierte das Projekt Demonstrationen in der Praxis, wertschöpfungskettenübergreifende Zusammenarbeit und frühzeitige Überlegungen zur Übertragbarkeit, um Konzepte der Kreislaufwirtschaft in praktische Lösungen in den Bereichen Energie, Werkstoffe und Bioökonomie umzusetzen.

Im Mittelpunkt der Arbeit stand eine starke Fokussierung auf Demonstrationen mit Stakeholdern und entlang der Wertschöpfungskette, bei denen Produzenten, Materialverarbeiter, Nutzer und Behörden zusammengebracht wurden, um Lösungen in realen Betriebsumgebungen zu testen. Dies ermöglichte die Validierung der technischen Machbarkeit, die Bewertung der Marktrelevanz sowie die Identifizierung der wichtigsten Hindernisse und Förderfaktoren für eine breitere Akzeptanz.

„Demonstrationen mit Interessengruppen und entlang der Wertschöpfungskette waren entscheidend für die Umsetzung der TREASoURcE-Konzepte in die Praxis. Sie stellten sicher, dass Lösungen unter realen Bedingungen getestet und sektor- und regionenübergreifend gemeinsam entwickelt wurden, was sowohl die Machbarkeit als auch die Skalierbarkeit unterstützte“, sagt Jan Bakke vom Bezirksrat Østfold.

Ein Anwendungsbereich konzentrierte sich auf Second-Life-Batterien aus Elektrofahrzeugen (EV) für die stationäre Energiespeicherung. In Finnland und Norwegen wurden drei Pilotprojekte für Batterie-Energiespeichersysteme eingerichtet und getestet, die zeigten, wie wiederverwendete EV-Batterien den Lastausgleich und das lokale Energiemanagement in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden unterstützen können. Die Pilotprojekte zeigten, dass die wirtschaftliche und betriebliche Leistung stark von lokalen Gegebenheiten wie Stromnachfrageprofilen, Abrechnungssystemen und regulatorischen Rahmenbedingungen abhängt, was die Bedeutung einer kontextspezifischen Umsetzung unterstreicht.

Parallel dazu befasste sich das Projekt mit den anhaltenden Herausforderungen beim Kunststoffrecycling, indem es demonstrierte, wie mechanisches und chemisches Recycling sich gegenseitig ergänzen können. Mit Fokus auf schwer recycelbare Kunststoffabfallströme zeigte TREASoURcE, wie chemisches Recycling, einschließlich katalytischer Pyrolyse gefolgt von katalytischer Hydrobehandlung, gemischte Kunststoffabfälle in wertvolle chemische Rohstoffe umwandeln und dabei Verunreinigungen deutlich reduzieren kann. Die Ergebnisse veranschaulichen die systemergänzende Rolle fortschrittlicher Recyclinglösungen dort, wo konventionelles Recycling allein nicht ausreicht.

Ein dritter Anwendungsbereich konzentrierte sich auf biobasierte Nebenströme aus der Landwirtschaft und der Bioökonomie im weiteren Sinne. Durch einen speziellen digitalen Marktplatz und Modelle zur lokalen Entwicklung der Bioökonomie sowie zur Symbiose zwischen ländlichen und städtischen Gebieten wurden Produzenten von Nebenströmen mit Verarbeitern, Kommunen und Anwendern in ländlichen und städtischen Kontexten vernetzt. Zusammen ermöglichten diese Ansätze eine höherwertige Verwertung biobasierter Materialien, reduzierten Abfall und stärkten die regionale Umsetzung von Kreislaufwirtschaftslösungen.

Replikation und Übertragbarkeit wurden von Anfang an durch kontextspezifische Umsetzung und Einbindung der Interessengruppen verankert. Interessengruppen in ganz Europa wurden durch Workshops, Webinare, Fokusgruppen und gezielten Austausch mit Behörden und Branchenverbänden einbezogen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Ostseeraum lag. Praxisbezogene Erkenntnisse und Erkenntnisse zur Übertragbarkeit sind im öffentlich zugänglichen Replikationshandbuch zusammengefasst.

„Wir sehen die nächsten Schritte darin, diese Lösungen direkt in die operativen Praktiken von Städten, Regionen, Unternehmen und Dienstleistern zu integrieren. Es besteht ein wachsendes Interesse von Kommunen und Unternehmen, die nach praktischen Lösungen für die Kreislaufwirtschaft suchen, was eine solide Grundlage für den Einsatz und die Skalierung über die Projektlaufzeit hinaus schafft“, sagt Ugur Kaya von VTT.

Über den Projektzeitraum hinaus hat TREASoURcE konkrete Instrumente, Demonstrationen und Umsetzungsmodelle hinterlassen, um die weitere regionale Verbreitung von Lösungen für die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Die Bürgerbeteiligung bleibt durch partizipative Pilotprojekte, Co-Creation-Aktivitäten und auf Verhaltensänderungen ausgerichtete Ansätze ein zentrales Element. Digitale Plattformen, Leitfäden für eine kreislaufwirtschaftsorientierte Beschaffung und erprobte Kooperationsmodelle zwischen Behörden, Industrie, Dienstleistern und Bürgern bilden eine praktische Grundlage für die Umsetzung in verschiedenen Sektoren und Regionen.

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