Die Diskussion nimmt eine neue Richtung, da erste Beispiele zeigen, wie KI-Einkaufsagenten in einigen Märkten bereits Transaktionen abschließen. Laut NielsenIQ (NYSE: NIQ), einem führenden Unternehmen im Bereich Consumer Intelligence, zeigt der globale Bericht The Commerce Revolution: Where East Meets West, dass sich Agentic Commerce vom Experiment zur täglich genutzten Infrastruktur entwickelt. Nach Angaben von Ant Group wickelte Alipay AI Pay in der Woche vom 5. bis 11. Februar 2026 mehr als 120 Millionen Transaktionen ab. Zugleich meldete Adobe Analytics, dass der von generativer KI ausgehende Traffic auf US-Einzelhandelswebsites zwischen Juli 2024 und Februar 2025 um 1.200 Prozent gestiegen ist.
Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20260730596207/de/

Agentic commerce is beginning to move from forecast to real-world use in some markets. In China, AI agents are already completing purchases at meaningful scale, and analysts now put the global opportunity at $3–5 trillion by 2030.
Dies ist die zweite Veröffentlichung der Halbjahresanalyse von NielsenIQ zum weltweiten Wandel im Handel. Sie knüpft an Erkenntnisse an, denen zufolge sich das Epizentrum des Einzelhandels nach Osten verlagert hat. KI entwickelt sich zur verbindenden Ebene der verschiedenen Handelsformen – von Live- und Social-Commerce bis hin zu Quick Commerce. Die Verbraucherdaten von NielsenIQ zeigen jedoch eine deutliche Kluft zwischen den Möglichkeiten der KI und dem Vertrauen der Käufer. Zwar nutzen immer mehr Verbraucher KI für Recherchen und Empfehlungen, doch nur wenige sind bereit, ihr auch den Kaufabschluss zu überlassen.
„Während im Westen noch weitgehend darüber diskutiert wird, ob KI für uns einkaufen wird, ist dies in Teilen Asiens schon heute Realität. Still und leise wickelt sie dort Käufe in einem Umfang ab, den die meisten Führungsetagen noch gar nicht wahrgenommen haben“, erklärt Emilie Darolles, President West Europe bei NielsenIQ. „Doch entscheidend ist nicht nur, was KI leisten kann, sondern auch, was Käufer ihr erlauben. Verbraucher lassen sich immer häufiger von KI beraten und Empfehlungen geben, doch nur sehr wenige sind bereit, ihr den Einkauf zu überlassen. Die nächste Phase des „Agentic Commerce“ werden jene Marken für sich entscheiden, die genügend Vertrauen gewinnen, um sowohl von den Verbrauchern als auch von den Agenten ausgewählt zu werden.“
Die wichtigsten Zahlen
- Agenten wickeln bereits Transaktionen in großem Maßstab ab. Nach Angaben von Ant Group verarbeitete Alipay AI Pay in der Woche vom 5. bis 11. Februar 2026 mehr als 120 Millionen Transaktionen. Der Bericht verweist zudem auf Marktdaten, nach denen der Qwen-Assistent von Alibaba innerhalb von zwei Monaten nach seiner Einführung 100 Millionen monatlich aktive Nutzer erreichte.
- Das Kapital folgt. Analysten beziffern das weltweite Marktpotenzial für „Agentic Commerce“ bis 2030 auf 3 bis 5 Billionen US-Dollar (McKinsey). Bis dahin könnten Agenten 190 bis 385 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 10 bis 20 Prozent des US-amerikanischen E-Commerce ausmachen (Morgan Stanley).
- Die Produktsuche verlagert sich auf Maschinen. Wie Adobe Analytics meldete, ist der von generativer KI ausgehende Traffic auf US-Einzelhandelswebsites zwischen Juli 2024 und Februar 2025 um 1.200 Prozent gestiegen. Außerdem stellte Adobe fest, dass Besucher aus generativen KI-Quellen die Websites intensiver nutzten: Sie riefen unter anderem mehr Seiten pro Besuch auf und wiesen niedrigere Absprungraten auf. Die Konversionsrate lag allerdings noch unter der etablierterer Traffic-Quellen.
- Autonome Käufe sind noch selten. Daten von NielsenIQ zeigen, dass KI die mittlere Phase des Kaufentscheidungsprozesses neu gestaltet: Rund 34 Prozent der Verbraucher nutzen KI zur Produktrecherche und 23 Prozent zur Zusammenfassung von Bewertungen, doch nur etwa 8 Prozent haben KI bereits einen Kauf für sie abschließen lassen. Der Einfluss der KI ist damit der autonomen Abwicklung weit voraus.
Wenn der Kaufprozess nicht mehr allein vom Menschen, sondern zunehmend von Agenten gesteuert wird, ändern sich für Marken die Regeln der Sichtbarkeit. Wenn ein KI-Agent drei Produkte vorauswählt, entfällt der klassische Weg von der Impression über den Klick bis zum Warenkorb. Marken mit unvollständigen oder nicht maschinenlesbaren Produktdaten laufen Gefahr, unsichtbar für Systeme zu werden, die immer öfter darüber entscheiden, was gekauft wird.
Doch die Entwicklung in Ost und West verläuft in beide Richtungen. China belegt die Nachfrageseite – dort werden Agenten bereits von breiten Verbraucherschichten genutzt. Der Westen baut unterdessen die Vertrauens- und Messinfrastruktur auf, die Agentic Commerce sowohl bei Käufen mit hohem Entscheidungsaufwand als auch bei alltäglichen Einkäufen sicher macht. Zu den Gewinnern werden Marken gehören, die sich schon jetzt vorbereiten: indem sie ihre Produktdaten strukturieren, dafür sorgen, dass ihre Produkte in die Vorauswahl der KI gelangen, und ihre Performance für eine Welt messen, in der der Käufer mitunter eine Maschine ist.
Über den Bericht
The Commerce Revolution: Where East Meets West analysiert, wie östliche und westliche Handelsmodelle in den Bereichen Live-Commerce, Social Commerce, Quick Commerce, Retail-Media-Netzwerke und dem aufkommenden Agentic Commerce zusammenwachsen. Die Analyse basiert auf Daten aus NIQ Consumer Outlook, Retail Pulse, Digital Purchases und Omnisales sowie auf Drittanbieterquellen wie McKinsey, Morgan Stanley und Adobe.
Über NIQ
NielsenIQ (NYSE: NIQ) ist ein führendes Unternehmen im Bereich Consumer Intelligence, das das umfassendste und zuverlässigste Bild des Kaufverhaltens von Verbrauchern liefert und neue Wege zum Wachstum aufzeigt. Durch die Kombination einer unübertroffenen globalen Datenabdeckung und detaillierter Messungen zu Verbrauchern und Einzelhandel mit jahrzehntelanger Expertise in der KI-Modellierung entwickelt NIQ Entscheidungssysteme, die Unternehmen dabei helfen, komplexe Daten in zielgerichtete Maßnahmen umzusetzen.
Die globale Reichweite von NIQ erstreckt sich über mehr als 90 Länder und deckt rund 82 % der Weltbevölkerung sowie mehr als 7,4 Billionen US-Dollar an weltweiten Konsumausgaben ab. Mithilfe von Cloud-basierten Plattformen, fortschrittlichen Analysen und KI-gestützten Erkenntnissen bietet NIQ The Full View™ — und hilft Marken und Einzelhändlern zu verstehen, was Verbraucher kaufen, warum sie es kaufen und welche nächsten Schritte sie daraus ableiten sollten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.niq.com.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne der geltenden Wertpapiergesetze, darunter Aussagen zu Markttrends, zum prognostizierten Wachstum in den Bereichen Live-Commerce, Social Commerce, Quick Commerce, Retail-Media und Agentic Commerce sowie zu den erwarteten Auswirkungen auf Marken und Einzelhändler. Diese Aussagen basieren auf den aktuellen Erwartungen und Annahmen von NIQ und unterliegen Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich davon abweichen. Zahlenangaben von Dritten (einschließlich Schätzungen, die McKinsey, Morgan Stanley und Adobe zugeschrieben werden) wurden von NIQ nicht unabhängig überprüft. NIQ übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben.
Hinweise für Redaktionen
Die Zahlen in dieser Pressemitteilung stammen aus zwei Quellenkategorien und sind dem NielsenIQ-Bericht „The Commerce Revolution: Where East Meets West“ vom April 2026 entnommen.
Interne Daten von NielsenIQ: Die Angaben zur Nutzung von KI durch Verbraucher – der Anteil der Verbraucher, die KI zur Produktrecherche (rund 34 Prozent), zur Zusammenfassung von Bewertungen (rund 23 Prozent) und zum Abschluss eines Kaufs (rund 8 Prozent) einsetzen – stammen aus dem NIQ Consumer Outlook und zugehörigen Verbraucherdaten von NielsenIQ.
Im Bericht zitierte Marktdaten (nicht von NielsenIQ erhoben): Nach Angaben von Ant Group verarbeitete Alipay AI Pay in der Woche vom 5. bis 11. Februar 2026 mehr als 120 Millionen Transaktionen. Der Bericht verweist zudem auf Marktdaten, nach denen der Qwen-Assistent von Alibaba innerhalb von zwei Monaten nach seiner Einführung 100 Millionen monatlich aktive Nutzer erreichte. McKinsey schätzt das weltweite Marktpotenzial für Agentic Commerce auf 3 bis 5 Billionen US-Dollar. Prognosen von Morgan Stanley zufolge könnten KI-Agenten bis 2030 einen Anteil von 190 bis 385 Milliarden US-Dollar am US-E-Commerce ausmachen. Wie Adobe Analytics meldete, ist der von generativer KI ausgehende Traffic auf US-Einzelhandelswebsites zwischen Juli 2024 und Februar 2025 um 1.200 Prozent gestiegen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Agentic Commerce? KI-Agenten empfehlen nicht nur Produkte, sondern suchen und bewerten sie eigenständig und schließen Käufe im Auftrag der Verbraucher ab. Dabei greifen sie auf Echtzeitdaten wie Preise, Verfügbarkeit und Präferenzen zurück.
Was ist die wichtigste Erkenntnis? KI-Agenten wickeln in Asien bereits Transaktionen in enormem Umfang ab – allein über Alipay AI Pay waren es in einer einzigen Woche im Februar 2026 mehr als 120 Millionen agentengesteuerte Transaktionen. Die meisten westlichen Verbraucher lassen KI dagegen noch nicht für sich einkaufen.
Ist das nicht einfach dieselbe KI-Geschichte, die überall erzählt wird? Nein. Statt nur zu behaupten, dass KI auf dem Vormarsch sei, zeigt diese Veröffentlichung anhand konkreter Zahlen, wo Agentic Commerce bereits Realität ist – nämlich in Asien –, beziffert das Marktpotenzial bis 2030 auf 3 bis 5 Billionen US-Dollar und liefert einen Realitätscheck, der in vielen Berichten fehlt: Der Einfluss von KI ist der Autonomie weit voraus, denn nur etwa 8 Prozent der Verbraucher lassen KI bereits einen Kauf für sie abschließen.
Woher stammen die Zahlen? Die Angaben zur Nutzung stammen aus dem NIQ Consumer Outlook und zugehörigen Verbraucherdaten von NielsenIQ. Hinzu kommen Schätzungen von Drittanbietern (McKinsey, Morgan Stanley, Adobe) und Marktdaten (Alipay, Alibaba), die jeweils entsprechend ausgewiesen sind.
Was sollten Marken jetzt tun? Produktdaten maschinenlesbar aufbereiten, dafür sorgen, dass die eigenen Produkte in die Vorauswahl der KI gelangen, und Messverfahren für eine Welt einführen, in der der Käufer ein KI-Agent sein könnte.
NIQ-ALLGEMEIN
Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.
Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20260730596207/de/
© Business Wire, Inc.
Haftungsausschluss :
Diese Pressemitteilung ist kein von AFP erstelltes Dokument. AFP übernimmt keine Verantwortung für ihren Inhalt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die im Text der Pressemitteilung genannten Kontaktpersonen/Stellen.