Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) Neumünster erneuert im Rahmen der umfassenden Modernisierung seiner IT-Infrastruktur auch seine zentrale Integrationsplattform. Die bisherige Mirth-Connect-Lösung wird durch InterSystems Health Connect ersetzt. Bei Health Connect handelt es sich um eine Integrationsplattform, also einen funktionell erweiterten Kommunikationsserver. Sie fungiert als zentrale Schnittstelle für den Datenaustausch, bietet darüber hinaus aber hochvolumige Transaktionsunterstützung, Prozessmanagement und Monitoring für geschäftskritische Gesundheitsanwendungen.
Ziel des Projekts am FEK ist es, die Interoperabilität zwischen klinischen und administrativen Systemen zukunftssicher aufzustellen und die Verfügbarkeit der Schnittstellen und der ausgetauschten Daten zu sichern. Mit der Erneuerung der Schnittstellenarchitektur schafft das FEK eine technologische Grundlage für die zuverlässige Anbindung von derzeit mehr als 50 Systemen und rund 100 Datenverbindungen.
Mehr Transparenz, weniger Abhängigkeit im Schnittstellenbetrieb
Wesentliche Treiber für die Modernisierung waren zwei Aspekte: Erstens sollten Betrieb und Fehlersuche besser beherrschbar werden. In der bisherigen Umgebung erwiesen sich Troubleshooting und Message Tracing als vergleichsweise aufwändig. Mit InterSystems Health Connect erhält das FEK nun eine Lösung, die eine deutlich höhere Transparenz bei Benennung, Nachverfolgung und Verwaltung von Schnittstellen bietet.
Zweitens sollte die Ausfallsicherheit nachhaltig steigen. Mit InterSystems Health Connect lassen sich Schnittstellendaten in einem Mirroring-Verbund synchron zwischen mehreren Servern replizieren. Fällt das Primärsystem aus, übernimmt ein Standby-System automatisch den Betrieb, sodass Schnittstellen ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Für das Krankenhaus bedeutet dies eine strategisch deutlich höhere Absicherung seiner digitalen Kernprozesse: Datenverluste werden vermieden und die Verfügbarkeit der Schnittstellen bleibt gewährleistet. Gerade in einer Umgebung, in der viele klinische Abläufe unmittelbar vom zuverlässigen Informationsfluss abhängen, ist dies ein entscheidender Faktor.
„Für uns war entscheidend, die Integrationsplattform aus der ‚Black Box‘ herauszuholen und mehr Transparenz in Betrieb und Fehlersuche zu bringen. Gleichzeitig wollten wir unsere Abhängigkeit von externer Unterstützung reduzieren und eine zukunftsfähige Infrastruktur aufbauen. Mit Blick auf Standards wie HL7 FHIR haben wir uns bewusst für eine Lösung entschieden, die uns auch perspektivisch weiterentwickeln lässt“, erklärt Benjamin Harfst, Abteilungsleiter MIT-Medizin- und Informationstechnik, FEK Neumünster.
Schnelle Umsetzung durch Schulung und Migrations-Tooling
Die Implementierung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem FEK und InterSystems. Bereits nach einer dreitägigen Schulung waren zwei Mitarbeitende des Krankenhauses in der Lage, einen Großteil der komplexeren Schnittstellen eigenständig umzusetzen, darunter auch anspruchsvollere Routing-Regeln.
Unterstützt wurde die Migration durch ein von InterSystems im Rahmen des Projekts bereitgestelltes Toolset, das die Übernahme bestehender Integrationen erheblich vereinfacht. Auf diese Weise konnten innerhalb von drei Tagen sämtliche Komponenten zu externen Systemen einschließlich der Konfigurationseinstellungen importiert werden. Der manuelle Aufwand wurde dadurch deutlich reduziert, was nicht nur die Projektlaufzeit verkürzt, sondern auch die Gesamtkosten des Projekts reduziert hat.
„Das Projekt zeigt, wie schnell und strukturiert sich auch komplexe Integrationslandschaften modernisieren lassen. Durch Automatisierung und klare Transparenz über bestehende Schnittstellen wird die Migration planbar und schafft eine stabile Grundlage für den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur“, erläutert Timo Stöber, Sales Manager, InterSystems.
Auch für den laufenden Betrieb konnte die Administration der Kommunikationslandschaft erleichtert werden. Das Krankenhaus kann damit seine Abhängigkeit von externer Unterstützung im Schnittstellenbetrieb merklich verringern. Das FEK verfügt über ein erfahrenes internes IT-Team mit langjähriger Expertise im Bereich Interface Engineering und hat die neue Lösung deshalb bewusst so eingeführt, dass Know-how nachhaltig im eigenen Haus aufgebaut wird.
Zukunftsfähige Basis für weitere Interoperabilitätsvorhaben
Mit der Entscheidung für InterSystems Health Connect modernisiert das FEK nicht nur seine bestehende Schnittstellenlösung, sondern schafft auch die Grundlage für zukünftige Weiterentwicklungen. Ein wichtiges Ziel ist es, die neue Infrastruktur konsequent an aktuellen Interoperabilitätsstandards auszurichten. Die Unterstützung von HL7 FHIR legt die Grundlage für künftige Digitalisierungs- und Integrationsprojekte.
Über das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster
Als kommunales Krankenhaus und einziger Standort für die Gesundheitsversorgung in der Region erfüllt das Friedrich-Ebert-Krankenhaus seinen Versorgungsauftrag für die Menschen in Neumünster und dem mittelholsteinischen Umland. Über die Regelversorgung hinaus decken die über 2.700 Mitarbeitenden nahezu alle Fachbereiche ab – von der Geburt bis ins hohe Alter. Das FEK bietet eine umfassende medizinische und pflegerische Versorgung, die durch belegärztliche Leistungsangebote und medizinische Kooperationen ergänzt wird. Das Krankenhaus verfügt über 730 Planbetten einschließlich psychiatrischer Tagesklinik. Jährlich werden rund 27.700 Patientinnen und Patienten voll- und teilstationär sowie mehr als 65.000 ambulant behandelt.
Über InterSystems
InterSystems, ein Anbieter kreativer Datentechnologie, liefert eine einheitliche Grundlage für Anwendungen der nächsten Generation für Kunden aus den Bereichen Gesundheitswesen, Finanzen, Fertigung und Supply Chain in mehr als 80 Ländern. Unsere Cloud-First-Datenplattformen lösen Interoperabilitäts-, Geschwindigkeits- und Skalierbarkeitsprobleme für große Organisationen weltweit. Damit ermöglichen wir es, das volle Potenzial von Daten zu erschließen und Anwender zu befähigen, Daten auf innovative Weise zu nutzen. Das 1978 gegründete Unternehmen bietet seinen Kunden und Partnern auf der ganzen Welt einen mehrfach ausgezeichneten 24×7-Support, der höchste Qualitätsstandards erfüllt. InterSystems befindet sich in Privatbesitz und hat seinen Hauptsitz in Boston, USA. Das Unternehmen verfügt über 38 Niederlassungen weltweit. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte InterSystems.de.
Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20260610961975/de/
© Business Wire, Inc.
Aviso legal :
Este comunicado de imprensa não é um documento produzido pela AFP. A AFP não será responsável por este conteúdo. Para mais informações, por favor entre em contato com as pessoas ou entidades mencionadas no comunicado.