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"50:50": Tresoldi vertagt Entscheidung über Nationalteam

Published on Septiembre 22, 2026 at 14:56

Begehrt: Tresoldi im Brügge-Trikot — JOHN THYS
Begehrt: Tresoldi im Brügge-Trikot — JOHN THYS

Jürgen Klopp will ihn, Roberto Mancini will ihn, doch Nicolò Tresoldi lässt sich noch Zeit: Der Stürmer wird die Entscheidung zwischen Deutschland und Italien erst nach der U21-EM im Sommer 2027 treffen. "Mein Herz ist 50:50. Beide Länder bedeuten mir sehr viel", sagte der 22-Jährige am Dienstag in einer Medienrunde. Bis dahin will der Torjäger des FC Brügge weiter das Trikot der deutschen U21-Auswahl tragen.

Schon am Samstag läuft Tresoldi somit in der EM-Qualifikation wieder für das Team von Trainer Antonio Di Salvo auf. "Ich trage mit Stolz das Deutschland-Trikot, bin super gerne hier. Ich möchte noch die EM hier spielen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht", sagte er.

Bundestrainer Klopp hatte zuletzt den Austausch mit Tresoldi gesucht. "Wir hatten gute Gespräche. Ich habe Kloppo meine Situation erklärt, und er hat es verstanden. Er ist ein super Mensch. Das war kein Trainer-Spieler-Gespräch, sondern wie ein Vater-Sohn-Gespräch. Er meinte, dass die Tür für mich immer offen ist", sagte Tresoldi.

Auch Italiens neuer Nationaltrainer Mancini hatte zuletzt bei Tresoldi angeklopft. "Zu ihm habe ich das Gleiche gesagt wie zu Kloppo", so Tresoldi, der über seine Mutter auch für Argentinien spielberechtigt wäre.

Der auf Sardinien geborene Tresoldi war im Alter von 13 Jahren mit seiner Familie aus Italien nach Deutschland gezogen, seit 2022 spielt er für die Nachwuchsmannschaften des DFB. "Es ist nicht nur so, dass nur mein Vater aus Italien kommt. Auch ich bin da geboren, bin da aufgewachsen", sagte er.

Im Sommer war Tresoldi laut Julian Nagelsmann "super nah" an einer WM-Teilnahme. Der Stürmer verbuchte 23 Tore und neun Vorlagen in seiner Debüt-Saison in Belgien, traf in der Champions League gegen den FC Barcelona, Atlético Madrid und zuletzt gegen Aston Villa.

DFB-Trainer Di Salvo ist derweil weiter optimistisch. "Nicolo hat sich nicht gegen Deutschland und auch nicht gegen Italien entschieden, sondern für die U21. Ich finde, das ist ein tolles Zeichen für uns, für unseren Weg", sagte der Coach am Montag.

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