Zverev brilliert: Davis-Cup-Team zieht in Finalrunde ein
Er versprach, kam und siegte: US-Open-Champion Alexander Zverev hat die deutsche Davis-Cup-Auswahl furios in das Finalturnier im November geführt. Eine Woche nach seinem Grand-Slam-Triumph von New York setzte sich der Hamburger in seinem zweiten Einzel beim Davis Cup in Halle/Westfalen auch gegen den Weltranglisten-101. Dino Prizmic mit 6:2, 6:4 durch und sorgte für das entscheidende 3:1 gegen Kroatien, dank dem die Auswahl des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) zum dritten Mal in Folge mit der Runde der besten Acht im traditionsreichen Mannschaftswettbewerb planen kann.
"Ich bin extrem glücklich, für Deutschland zu spielen und dass wir uns qualifiziert haben", sagte Zverev: "Wir sind ein starkes Team. Eine Mannschaft, die bis zum Ende gehen kann. Wir haben ein starkes Doppel, eine starke Nummer zwei, nur unsere Nummer eins muss noch etwas an ihrem Tennis arbeiten."
In der Heristo-Arena, in der das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz zuvor mit einem überzeugenden 7:5, 6:2 gegen die Tokio-Olympiasieger Nikola Mektic und Mate Pavic den Matchball für Zverev und das DTB-Team mustergültig aufgelegt hatte, wirkte der Weltranglistenzweite hochkonzentriert. Anders als bei seinem mühevollen Sieg am Vortag gegen Matej Dodig agierte Zverev klarer und weniger fahrig. Der 29-Jährige strotzte vor Selbstbewusstsein, nahm Prizmic prompt den Aufschlag zum 2:1 ab.
Angefeuert vom Publikum in Halle spielte sich Zverev in der Folge regelrecht in einen Rausch. Von mehreren peitschenden Vorhänden aus scheinbar aussichtslosem Winkel beflügelt, animierte der Hamburger die phasenweise verzückten Zuschauer mehrfach zu Standing Ovations.
Beim Prizmic hinterließ das offenkundig Wirkung. Der Kroate, der nicht nur Daniel Altmaier am Samstag souverän schlug, sondern in dieser Saison auch schon Novak Djokovic und Ben Shelton bei Masters-Turnieren bezwingen konnte, sah sich zunehmend mittellos in die Defensive gedrängt. Entnervt haderte er mit seiner Bank um Kapitän Ivan Dodig. Doch es half nichts, Zverev spielte seine Klasse weiter aus und zeigte keine Schwäche.
Trotz zehrender Grand-Slam-Strapazen hatte der Deutsche seine Zusage unter der Woche mit der Konservierung seiner starken Form begründet. Der 29-Jährige liebäugelt mit der ersten Weltranglistenführung eines Deutschen seit Boris Becker (1991) als krönenden Saisonabschluss.
Der letzte Erfolg im Davis Cup für den DTB liegt ähnlich lange zurück: 33 Jahre sind es, seit Michael Stich und Co. den Titel gewinnen konnten. Hinter Rekordsieger USA und Final-Gastgeber Italien liegt Deutschland auf Rang drei. Vom 24. bis 29. November wagt die Auswahl von Kapitän Michael Kohlmann den nächsten Anlauf.
© 2008-2026 Sport-Informations-Dienst
Latest stories
Sports Handball: Füchse ohne Probleme beim Bergischen HC
Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga den dritten Sieg in Folge geholt. In der Neuauflage des diesjährigen Pokalfinales beim noch punktlosen Schlusslicht Bergischer HC setzten sich die Gäste am Sonntag mit 37:26 (15:9) durch. Bester Werfer für das Team von Cheftrainer Nicolej...
Sports Wegen Buh-Rufen: Littler will auch Niederlande boykottieren
Darts-Weltmeister Luke Littler hat nach anhaltenden Anfeindungen durch Zuschauer mit einem Boykott von Turnieren auch in den Niederlanden gedroht. Der 19-Jährige war am Wochenende bei den World Series of Darts Finals im Amsterdam sowohl gegen Lokalmatador Danny Noppert als auch im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall (England) ausgebuht und ausgepfiffen...
Sports Schalke: Dzeko erstmals seit März in Startelf
Altstar Edin Dzeko kehrt nach über einem halben Jahr in die Startelf des Bundesliga-Aufsteigers Schalke 04 zurück. Der 40-Jährige gehört im Heimspiel gegen die SV Elversberg (17.30 Uhr/DAZN) wieder zur Anfangsformation von Trainer Miron Muslic - erstmals seit dem 2:2 am 15. März gegen Hannover 96, als er die Rote Karte sah. Seitdem kam...