Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf
Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.
Die Form des Sarkophags verweise zum einen auf die alte Tradition der Schiffsbestattung, wie sie von den Wikingern praktiziert wurde, erklärte das Königshaus. Zum anderen solle damit der Liebe des verstorbenen Königs zum Meer Rechnung getragen werden. Dass der Sarg Kohlendioxid aufnehme, komme der "Liebe zur Natur" des Königspaares entgegen. Die Kosten bezifferte der Palast auf 20 Millionen Kronen (umgerechnet 1,85 Millionen Euro).
Der Sarkophag im königlichen Mausoleum der Festung Akershus ist als Doppelgrab konzipiert und bietet damit auch Platz für Haralds Witwe, die 89 Jahre alte Sonja. In der Krypta gibt es zwei weitere Särge. Einer enthält die sterblichen Überreste von Haralds Großvater Haakon VII. und dessen Frau Maud. Ein weiterer beherbergt die Leichname von Haralds Eltern.
Zu Lebzeiten hatte Harald oft humorvoll über seinen Sarg gesprochen. "Ich hoffe, er ist gut gepolstert, damit unser Aufenthalt dort angenehm wird. Schließlich werden wir eine ganze Weile dort bleiben", scherzte er.
Harald V. war am 28. August im Alter von 89 Jahren gestorben. Seine sterblichen Überreste wurden am 9. September beigesetzt. Neuer König ist Haralds Sohn Haakon.
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