Laut dem Thales Data Threat Report 2026 betrachten Unternehmen aus 20 Märkten und 17 Branchen die rasante Entwicklung der KI-gestützten Transformation als ihre aktuell größte Herausforderung im Bereich der Sicherheit. Basierend auf den Ergebnissen der von S&P Global Market Intelligence 451 Research erhobenen Daten bezeichnen 61 Prozent der Befragten die KI als ihr stärkstes Risiko für die Datensicherheit. Sorgen bereiten nicht nur Bedrohungen durch bösartige KI, sondern auch die gewährten Zugriffsrechte, während sich die KI vom Werkzeug zum vertrauenswürdigen Insider entwickelt.
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Da Unternehmen KI in Arbeitsabläufe, Analysen, Kundenservice und Entwicklungspipelines integrieren, erhalten diese Systeme einen umfassenden und automatisierten Zugriff auf Unternehmensdaten. Dabei unterliegen sie oft weniger Kontrollen als menschliche Nutzer.
„Das Thema Insider-Risiken ist nicht mehr auf den Faktor Mensch beschränkt. Es betrifft auch automatisierte Systeme, in die zu schnell zu viel Vertrauen gesetzt wird”, so Sebastien Cano, Senior Vice President, Cybersecurity Products bei Thales. „Wenn Identitätsmanagement, Zugriffsrichtlinien oder Verschlüsselung unzureichend sind, kann KI diese Schwachstellen in Umgebungen erheblich schneller ausnutzen, als Menschen dies jemals könnten.“
Sichtbarkeitslücken nehmen zu, je umfangreicher die Datenzugriffsrechte von KI werden
Der Bericht offenbart eine beunruhigende Diskrepanz zwischen der Einführung von KI und der Datenkontrolle. Lediglich 34 Prozent der Unternehmen kennen den Speicherort aller ihrer Daten, und nur 39 Prozent können diese vollständig klassifizieren. Zudem bleibt fast die Hälfte (47 %) der sensiblen Cloud-Daten unverschlüsselt.
Da KI-Systeme Daten aus Cloud- und SaaS-Umgebungen einlesen und verarbeiten, erschwert die mangelnde Sichtbarkeit die Durchsetzung des Prinzips der geringsten Zugriffsrechte und erhöht das Risiko durch kompromittierte Zugangsdaten.
Primäre Angriffsfläche ist heute die Identitätsinfrastruktur. Der Diebstahl von Zugangsdaten bleibt die häufigste Methode von Angriffen auf Cloud-Management-Infrastrukturen. Dies berichten 67 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Angriffe erlitten haben. Gleichzeitig bezeichnen 50 Prozent der Befragten den Umgang mit geheimen Daten als eine ihrer größten Herausforderungen im Bereich der Anwendungssicherheit. Dies spiegelt die zunehmende Komplexität wider, die mit der Verwaltung von Maschinenidentitäten, API-Schlüsseln und Tokens in großem Maßstab verbunden ist.
Künstliche Intelligenz ermöglicht wirksamere Angriffe
Unternehmen forcieren die Einführung von KI, und ebenso handeln auch die Angreifer. Fast 60 Prozent der Unternehmen melden Deepfake-Angriffe. 48 Prozent berichten von Reputationsschäden aufgrund von KI-generierten Falschinformationen oder Kampagnen zur Identitätsfälschung.
Während KI neue Risiken hervorbringt, verstärkt sie auch bereits bestehende Risiken. Menschliches Fehlverhalten ist bereits für 28 Prozent der Sicherheitsverletzungen verantwortlich. Durch die zunehmende Automatisierung verbreiten sich kleine Fehler schneller und nehmen größere Ausmaße an.
Sicherheitsinvestitionen verlagern sich, aber nicht im gleichen Tempo wie die Risiken
Unternehmen haben den Anpassungsbedarf längst erkannt. Bislang können die Investitionen mit der rasanten Entwicklung von Zugriffsmöglichkeiten und Automatisierung durch KI allerdings nicht Schritt halten. 30 Prozent stellen nun spezielle Budgets für KI-Sicherheit bereit – ein Zeichen für das wachsende Bewusstsein. Die Mehrzahl der Befragten (53 %) verlässt sich jedoch weiterhin auf herkömmliche Sicherheitsprogramme, die primär für menschliche Nutzer und perimeterbasierte Kontrollen entwickelt wurden. Da Maschinen sich zunehmend selbst authentifizieren, Daten abrufen und autonom agieren, müssen viele Sicherheitsstrategien erst noch grundlegend an diese veränderten Betriebsmodelle angepasst werden.
„KI wird immer tiefer in Unternehmensabläufe integriert. Eine durchgängige Sichtbarkeit und Absicherung von Daten ist daher schon jetzt unverzichtbar“, betont Eric Hanselman, Chefanalyst bei S&P Global Market Intelligence 451 Research. „Unternehmen müssen den Sicherheitsstatus ihrer Daten als Grundlage für Innovation betrachten und nicht als isoliertes Thema.“
Vertrauen muss sich weiterentwickeln, wenn Maschinen Datenzugriff erhalten
KI ersetzt die herkömmlichen Bedrohungen nicht, sondern verstärkt sie. Sie erhöht deren Geschwindigkeit, Ausmaß und Reichweite. Da automatisierte Systeme auf immer mehr Daten zugreifen können, müssen Unternehmen Identität, Verschlüsselung und Datentransparenz als Kerninfrastruktur neu denken. Unternehmen, die eine starke Governance in ihre KI-Strategien integrieren, sind besser aufgestellt, um auf sichere Weise innovativ zu sein und zu verhindern, dass KI zu ihrer neuesten Bedrohung von innen wird.
Über Thales
Thales (Euronext Paris: HO) ist ein weltweit führender Anbieter von Spitzentechnologien für die Bereiche Verteidigung, Luftfahrt sowie Cyber- und Digitaltechnik. Das Portfolio innovativer Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens befasst sich mit mehreren großen Herausforderungen: Souveränität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Die Gruppe investiert jährlich mehr als 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung in Schlüsselbereichen, insbesondere für kritische Umgebungen, wie künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Quanten- und Cloud-Technologien. Thales beschäftigt mehr als 85.000 Mitarbeiter in 65 Ländern. 2025 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 22,1 Milliarden Euro.
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