Eine neue Studie von Tacton zeigt, dass nur 7 % der Hersteller eine End-to-End-Vernetzung der Wertschöpfungskette erreicht haben

3 Jun 2026
CHICAGO & STOCKHOLM

Tacton, ein Weltmarktführer im Bereich CPQ-Lösungen (Configure, Price, Quote) für Hersteller komplexer, hochgradig konfigurierbarer Produkte, hat heute seinen jährlichen Bericht State of Manufacturing veröffentlicht. Dieser zeigt, dass die zunehmende Produktkomplexität trotz kontinuierlicher Investitionen in die digitale Transformation und KI kritische funktionsübergreifende Lücken offenbart.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 280 Führungskräften aus der Fertigungsindustrie in acht Ländern und ergab, dass 67 % ihre Produkte mittlerweile als „sehr“ oder „extrem“ komplex bezeichnen, was einem Anstieg um 20 Punkte innerhalb nur eines Jahres entspricht. Gleichzeitig verwenden nur 7 % in allen am Verkauf und der Herstellung von Produkten beteiligten Teams und Systemen einheitliche Regeln für die Produktkonfiguration, was jedoch entscheidend für die Verringerung von Margenrisiken aufgrund von isolierten Funktionen und Daten ist.

Der Bericht hebt eine sich abzeichnende Realität in der Branche hervor: Während die digitale Transformation die Betriebsabläufe modernisiert hat, offenbart die zunehmende Komplexität Diskrepanzen zwischen Systemen, Teams und Daten über den gesamten Fertigungszyklus hinweg.

„Die digitale Transformation hat die Grundlage geschaffen, aber viele Hersteller arbeiten noch immer mit unzusammenhängenden Systemen, fragmentierten Daten und uneinheitlichen Prozessen“, so Klaus Andersen, CEO von Tacton. „Die Unternehmen, die die nächste Phase des industriellen Wachstums anführen werden, sind diejenigen, die die Konfigurationslogik als Rückgrat ihres gesamten Lebenszyklus verstehen. Im Zuge der immer schnelleren Einführung von KI profitieren vor allem die Unternehmen, die auf einer vernetzten Grundlage aus gemeinsamen Daten, einheitlichen Prozessen und lebenszyklusweiter Transparenz aufbauen.“

Komplexität beschränkt sich nicht mehr nur auf das Engineering

In dem Bericht wurde aufgezeigt, dass Komplexität mittlerweile jede Phase der Wertschöpfungskette in der Fertigung betrifft:

  • 43 % der Hersteller bezeichnen die individuelle Anpassung als ihre größte Herausforderung bei der Angebotserstellung
  • 62 % verzeichnen moderate bis starke Margenverluste zwischen Angebot und Lieferung
  • 40 % sind bei Angebotserstellung „nicht sehr“ oder „nur einigermaßen“ zuversichtlich, was die Lieferzusagen angeht
  • 93 % der Entwicklerteams müssen einen mittleren bis sehr hohen Aufwand betreiben, um die Konfigurationslogik verschiedener, nicht miteinander verbundener Systeme zu verwalten
  • Nur 23 % erstellen automatisch validierte Fertigungsstücklisten direkt aus Verkaufsangeboten

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Hersteller bei der Modernisierung ihrer Betriebsabläufe zwar Fortschritte gemacht haben, die Übergaben zwischen den Bereichen Konstruktion, Angebotserstellung, Produktion und Lieferkette jedoch nach wie vor in jeder Phase ins Stocken geraten.

KI gewinnt weiter an Dynamik, doch die Grundlagen sind wichtiger denn je

Der Bericht zeigt außerdem, dass die Hersteller ihre Investitionen in KI und Automatisierung zügig erhöhen:

  • 79 % investieren aktiv in KI oder prüfen deren Einsatzmöglichkeiten, gegenüber 64 % im Jahr 2025
  • KI-gestützte Automatisierung und Optimierung wurden als oberste Priorität bei der digitalen Transformation insgesamt eingestuft
  • Hersteller, die bereits umfangreiche Investitionen in KI tätigen, zeigten eine deutlich bessere Sichtbarkeit der Produkt- und Konfigurationsleistungsdaten
  • Hersteller in den USA investieren mit größerer Wahrscheinlichkeit massiv in KI (34 %) als europäische Hersteller (20 %), während europäische Unternehmen hinsichtlich der Transparenz auf Konfigurationsebene und der Reife im Bereich Analytik weiterhin hinterherhinken

Die Studie von Tacton warnt jedoch, dass KI allein die Komplexität in der Fertigung ohne verlässliche, vernetzte Daten über den gesamten Lebenszyklus hinweg nicht bewältigen wird.

Einen besser vernetzten Fertigungslebenszyklus aufbauen

Der Bericht zeigt einen umfassenderen Wandel in der Herangehensweise von Herstellern in Bezug auf Wachstum, Individualisierung und operative Skalierung auf. Angesichts immer komplexerer Produktportfolios und kontinuierlich steigender Kundenerwartungen arbeiten führende Unternehmen an einer besseren Vernetzung von kommerziellen, technischen und operativen Prozessen durch gemeinsam genutzte Daten und eine einheitliche Konfigurationslogik.

Hersteller mit einer stärkeren Konnektivität über den gesamten Lebenszyklus hinweg können Downstream-Nacharbeiten eher reduzieren, die Liefertreue verbessern, ihre Margen sichern, eine höhere Transparenz hinsichtlich der Leistung auf Konfigurationsebene gewinnen und KI in Vertrieb und Betrieb effektiver einsetzen.

Über den Bericht

Der Bericht State of Manufacturing 2026 basiert auf einer Befragung von 280 Führungskräften aus der Fertigungsindustrie in Nordamerika und Europa und analysiert sechs entscheidende Phasen des Fertigungslebenszyklus, vom Umgang mit zunehmender Komplexität und kundenspezifischen Angeboten bis hin zum Schutz der Margen, der Verbesserung der Konnektivität, der Erhöhung der Datentransparenz und der Optimierung durch KI. Die Ergebnisse sind nach Fachbereich, Region und digitaler Reife aufgeschlüsselt, um Aufschluss darüber zu geben, wie Hersteller ihre Abläufe vernetzter und widerstandsfähiger gestalten.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Über Tacton

Tacton ist ein Weltmarktführer im Bereich Software für Hersteller komplexer, hochgradig konfigurierbarer Produkte. Tacton realisiert die Buyer-Centric Smart Factory, die die Kundenbindung mit dem Engineering und der Auftragsabwicklung über eine einzige Datenquelle verbindet. Durch die Zusammenführung von Configure, Price and Quote, Configuration Lifecycle Management (CLM) und Configured Order Fulfillment (COF) unterstützt Tacton Hersteller bei der Bewältigung komplexer Prozesse, der Sicherung ihrer Margen und der zuverlässigen Auslieferung über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

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