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Wichtigste Erdölpipeline Ecuadors wegen Protesten vorübergehend außer Betrieb

AFP / Rodrigo BUENDIA Demonstranten in Quito

Angesichts der sozialen Unruhen in Ecuador ist die wichtigste Erdölpipeline des Landes vorübergehend außer Betrieb genommen worden. Das Energieministerium begründete dies am Mittwoch mit der Besetzung mehrerer Förderanlagen im Amazonas-Gebiet durch Demonstranten. Weil kaum mehr Öl komme, werde der Betrieb des Trans-Equatorian Oil Pipeline System, durch das normalerweise knapp 70 Prozent des in dem Land geförderten Erdöls gepumpt werden, vorübergehend ausgesetzt.

In dem südamerikanischen Land gibt es seit Tagen soziale Unruhen, die sich an stark gestiegenen Treibstoffpreisen entzündeten. Bei den Protesten gab es nach offiziellen Angaben bislang einen Toten und mehr als 70 Verletzte. Hunderte Demonstranten wurden festgenommen. An den Protesten beteiligen sich auch tausende Indigene.

Staatschef Lenín Moreno sagte am Mittwoch, er rechne damit, dass die Krise "sehr schnell" beigelegt werden könne. Die Demonstranten geben Moreno die Schuld für den Anstieg der Treibstoffpreise, da er im März ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abgeschlossen hatte. Ecuador sicherte sich damit milliardenschwere IWF-Kredite. Im Gegenzug wurde Morenos Regierung zur Auflage gemacht, die staatlichen Subventionen für Kraftstoff zu senken.

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