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Verdi verkündet Einigung im Tarifstreit mit der Postbank

dpa/dpa/picture-alliance / Monika Skolimowska Postbank-Filiale in Brandenburg

Im Tarifstreit zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Postbank ist nach Angaben der Gewerkschaft eine Einigung erzielt worden. Wie Verdi am Donnerstag mitteilte, sind dabei "deutliche Entgeltzuwächse" vorgesehen. "Möglich war das nur, weil sich Tausende Kolleginnen und Kollegen an Streiks beteiligt hatten", erklärte Verhandlungsführer Jan Duscheck.

Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis - das die Verdi-Mitglieder noch bestätigen müssen und das eine Laufzeit bis Ende 2021 hat - Gehaltssteigerungen von drei Prozent ab November 2019 vor. Ab Januar 2021 steigen die Gehälter um weitere 1,75 Prozent.

Für Beschäftigte des Postbank Filialvertriebs und der Postbank Direkt erhöhen sich die Gehälter in der zweiten Stufe um mindestens 110 Euro, wie Verdi weiter mitteilte. Jeder Beschäftigte bekommt demnach ein Wahlrecht, ob die Gehaltserhöhungen in Geld oder in Form von mehr Freizeit erfolgen.

Zudem wurde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen um zwei Jahre verlängert - er gilt nun bis zum 30. Juni 2023. "Das ist ein sehr gutes Signal an die Kolleginnen und Kollegen in unsicheren Zeiten", erklärte Duscheck.

Die Auszubildenden des Postbank Filialvertriebs bekommen Verdi zufolge zukünftig vier Tage mehr Urlaub. Insgesamt seien die Ausbildungsvergütungen aller Postbankgesellschaften auf das Niveau der Bankenbranche erhöht worden

Das Tarifergebnis muss von den Verdi-Mitgliedern noch in einer Urabstimmung bestätigt werden. Die Tarifkommission der Gewerkschaft stimmte dem Ergebnis einstimmig zu und empfiehlt den Mitgliedern die Annahme. In den vergangenen Wochen war es in dem Tarifkonflikt wiederholt zu Warnstreiks gekommen.

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