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Pilotengewerkschaft Cockpit schließt erstmals Tarifverträge mit Ryanair

AFP/Archiv / Paul FAITH Ryanair-Mitarbeiter

Die irischen Billigfluggesellschaft Ryanair und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben ihren Tarifkonflikts beendet: Beide Seiten schlossen erstmals formale Tarifverträge, wie VC am Mittwoch mitteilte. Neben einem Vergütungstarifvertrag sei ein tariflicher Sozialplan abgeschlossen worden; beide Verträge hätten eine Laufzeit von mehreren Jahren.

Der Abschluss sieht nach Angaben der Gewerkschaft höhere Grundgehälter und höhere Nettogehälter vor, weil die Zahlungen ab Anfang kommenden Jahres auf das deutsche Einkommensteuerrecht umgestellt werden. Im Sozialplan seien Regelungen getroffen worden, die bei vergangenen und möglichen künftigen Stationsreduzierungen soziale Härten abfedern sollen.

"Die Tarifverträge stellen klar, dass deutsches Recht für die Arbeitsverhältnisse und sämtliche deutschen Arbeitnehmerschutzgesetze Anwendung finden", betonte VC. Um die Umstellung auf deutsches Einkommensteuerrecht zu gewährleisten, würden die Piloten durch einen Betriebsübergang in die maltesische Tochtergesellschaft Malta Air übernommen. Dort seien sie dann in einem direkten Anstellungsverhältnis unter Geltung der deutschen Tarifverträge beschäftigt.

Die Tarifparteien vereinbarten laut VC weitere Verhandlungen. Die Gewerkschaft fordert auch einen Piloten-Betriebsrat und einen Manteltarifvertrag, in dem etwa Arbeitsbedingungen geregelt sind.

Ryanair und VC hatten sich bereits im Dezember auf ein Eckpunktepapier geeinigt. In den Monaten davor hatte die Pilotengewerkschaft wiederholt zu Streiks aufgerufen.

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