Sie sind hier

Neu

Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO droht mit weiteren Streiks bei Ryanair

AFP/Archiv / Emmanuel DUNAND Ryanair-Mitarbeiter

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat mit weiteren und heftigeren Streiks beim irischen Billigflieger Ryanair gedroht. "Wenn die Streiks der Piloten und Kabinenbeschäftigten nicht zum Einlenken führen, werden die Streiks zunehmen", sagte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies dem "Focus". Es werde "vielleicht auch zur Ferien- und Feiertagszeit" gestreikt.

Das "schurkische" Geschäftsmodell wie bei Ryanair oder auch beim Billigflieger Norwegian Airlines werde verschwinden, zeigte sich Baublies überzeugt. "Billigflieger gibt es auch in Zukunft, aber solche wie Eurowings und Easyjet, in denen zumindest Tarifverträge und Mitbestimmung Normalität sind."

Ryanair dagegen werde nicht mehr zur Ruhe kommen, drohte der UFO-Vorsitzende. "Wenn sich Ryanair nicht von Grund auf erneuert, bringt sich die Airline um ihre Existenz." Schon ein weiteres Jahr wie das jetzige sei nicht durchzuhalten.

Ryanair hatte kürzlich für Mitte Oktober geplante Verhandlungen mit UFO abgesagt. Als Grund nannte die Airline laut Gewerkschaft deren Warnung, die schlechten Arbeitsbedingungen bei Ryaniar könnten auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Beim irischen Billigflieger kommt es seit Monaten in verschiedenen Ländern immer wieder zu Streiks von Piloten und Flugbegleitern. Die Beschäftigten fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaften verlangen vor allem, dass Ryanair jeweils nationales Arbeitsrecht anwendet. Ryanair weist die Vorwürfe schlechter Arbeitsbedingungen zurück.

Das weltweite Netz der AFP

200 Weltdienst-Büros decken 151 Länder ab

Mehr dazu
Mehr dazu

Kontakt zu AFP

Wollen Sie uns Informationen oder Anmerkungen übermitteln? Schreiben Sie uns via...