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Chef der Mindestlohnkommission zieht positive Bilanz

dpa/dpa/picture-alliance / Caroline Seidel Kellnerin mit einem Tablett

Knapp fünf Jahre nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns hat der Chef der Mindestlohnkommission eine positive Bilanz der Maßnahme gezogen. "Am unteren Rand der Lohnverteilung waren nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns deutliche Lohnsteigerungen zu verzeichnen", sagte Jan Zilius der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. Profitiert hätten davon insbesondere Ostdeutsche, Minijobber, Geringqualifizierte und Frauen. Der Mindestlohn habe somit "seine wichtigste Zielsetzung erreicht".

Zugleich habe es keine negativen Beschäftigungseffekte gegeben. "Die in den ersten Jahren nach der Einführung beobachteten Wirkungen des gesetzlichen Mindestlohns setzen sich, soweit ich das überblicke, weiter fort", sagte Zilius der Zeitung. Insbesondere sei weiterhin eine positive Entwicklung bei der Beschäftigung bis 2019 zu verzeichnen.

Der Mindestlohn gilt seit Januar 2015, damals gab es 8,50 Euro pro Stunde. Erstmals erhöht wurde er Anfang 2017, auf 8,84 Euro pro Stunde. Seit Anfang dieses Jahres beträgt er 9,19 Euro. Die Berechnung des Mindestlohns orientiert sich am Tarifindex des Statistischen Bundesamtes, in den rund 500 Tarifabschlüsse einfließen. Die Linke hält den Mindestlohn bis heute für zu niedrig und fordert zwölf Euro pro Stunde.

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