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ARD-Journalist Seppelt reist nicht zur WM nach Russland

AFP/Archiv / FABRICE COFFRINI Seppelt hatte den russischen Dopingskandal aufgedeckt

Der ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt reist nun doch nicht zur Fußballweltmeisterschaft nach Russland. Das berichteten die ARD-"Tagesthemen" am Mittwochabend. Das Risiko wurde als zu groß eingeschätzt.

Die ARD traf die Entscheidung nach eigenen Angaben nach einem Gespräch mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). Grundlage der Entscheidung waren demnach Gefährdungsanalysen von Bundessicherheitsbehörden, darunter das Bundeskriminalamt (BKA), der Nachrichtendienste und das Landeskriminalamt Berlin (LKA).

Das Risiko für Seppelt in Russland wurde demnach als zu hoch eingeschätzt. Schriftlich hieß es laut ARD, "dass das Auswärtige Amt die Analysen auch der zuständigen Innenbehörden ernst nehmen müsse und mit Blick auf Sicherheitsfragen zu keiner andersgelagerten Einschätzung gelangen könne". In einer LKA-Analyse hieß es demnach schon Mitte Mai, dass "dringend von einer Reise Seppelts nach Russland abgeraten" werde.

Die russischen Behörden hatten dem Journalisten, der die skandalöse Doping-Praxis im russischen Olympia-Sport enthüllt hatte, zunächst ein bereits ausgestelltes Visum für die Einreise zur Fußball-WM entzogen. Später kündigte Moskau an, den Journalisten doch einreisen zu lassen.

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