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Nach den USA zieht nun auch Kanada Angehörige von Diplomaten aus Kuba ab

AFP/Archiv / Yamil LAGE Straßenszene in Havanna

Nach den USA will nun auch Kanada die Familien seiner Diplomaten aus Kuba zurückholen. Die kanadische Regierung begründete den Schritt am Montag mit rätselhaften gesundheitlichen Problemen, die bei Botschaftsangehörigen festgestellt worden seien. Die Ursachen der Symptome seien "unbekannt, sie könnten aber vom Menschen herrühren", erklärte die Regierung in Ottawa. Die kanadische Botschaft in Havanna werde ihren Betrieb regulär aufrecht erhalten.

Kanada folgt mit dem Abzug der Botschaftsangehörigen dem Beispiel der USA. Nach Angaben aus Washington hatten rund zwei Dutzend US-Diplomaten gesundheitliche Schäden erlitten, die auf mysteriöse "Attacken" zurückzuführen seien. Kanada teilte mit, derartige Symptome seien bei zehn seiner Diplomaten oder deren Angehörigen festgestellt worden. Für kanadische Touristen in Kuba sei aber kein Risiko erkennbar.

Dabei geht es um Symptome wie Gehörverlust, Sehprobleme, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeitsanfälle und Schlafstörungen. Die genauen Ursachen und die Urheber konnten bislang aber nicht bestimmt werden. Kanada ließ eigenen Angaben zufolge im März die Unterkünfte der Diplomaten untersuchen; dabei seien auch Wasser- und Lufttests unternommen worden. Die Experten seien aber nicht fündig geworden.

Die USA machten Kuba für die Angriffe verantwortlich, das Land bestritt dies. Washington hatte zunächst gemutmaßt, dass die Kubaner eine Art von Akkustik- oder Schallwaffe auf die Diplomaten gerichtet haben könnte. In jüngsten Stellungnahmen aus Washington war aber nur noch in allgemeiner Form von "Gesundheitsattacken" die Rede.

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