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Handwerk verzeichnet steigende Lehrlingszahlen

dpa/AFP / Sebastian Kahnert Auszubildender in Erfurt

Aufwärtstrend im Handwerk: Die Zahl neuer Auszubildender ist im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge gestiegen. Bis Ende Dezember 2017 verzeichneten die Handwerkskammern 139.880 neue Ausbildungsverträge, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Montag mitteilte. Das waren 1,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

"Damit hat sich 2017 der Trend verfestigt und sogar verstärkt, der schon in den beiden Vorjahren mit einem jeweiligen leichten Anstieg um 0,2 Prozent bei den Neuverträgen erkennbar war", erklärte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. "Es sind wieder mehr Jugendliche, die eine berufliche Ausbildung und die Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk als attraktiven Karriereweg wählen."

Gleichwohl blieben auch 2017 rund 15.000 Ausbildungsplätze und damit jede zehnte Lehrstelle im Handwerk unbesetzt. Alle Ausbildungsstellen zu besetzen bleibe weiter eine "Herausforderung", erklärte Wollseifer.

Die stärksten Neuvertragszuwächse gab es dem ZDH zufolge bei den Kraftfahrzeugtechnikern mit einem Plus von 4,5 Prozent, sowie bei den Elektrotechnikern (plus 4,8 Prozent) und im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk (ebenfalls plus 4,8 Prozent).

Auf der anderen Seite verzeichneten das Friseur-Handwerk (minus 4,3 Prozent), das Maler- und Lackierer- (minus 2,0 Prozent) sowie das Schornsteinfeger-Handwerk (minus 14,6 Prozent) absolut betrachtet die stärksten Rückgänge.

Die beliebtesten Handwerksberufe waren auch 2017 wieder Kfz-Mechatroniker, Elektroniker und auf dem dritten Platz Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik. Die Friseure folgen trotz des Rückgangs bei den Neuverträgen weiterhin auf Rang vier der beliebtesten Ausbildungsberufe.

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