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AFP startet „E-Diplomacy" - innovatives Tool zur Messung der digitalen Diplomatie

Mit Hilfe der von AFP entwickelten „E-Diplomacy" kann man den Einfluss der Akteure der weltweiten Diplomatie auf Twitter anzeigen, messen und entschlüsseln.

 

Die während der arabischen Revolutionen besonders in den Blickpunkt gerückten sozialen Netzwerke wurden zu Informationskanälen, auf denen Einfluss im Bereich der digitalen Diplomatie ausgeübt wird. Dank des „E-Diplomacy Hub“ bietet AFP dem Internetbenutzer einen weltweiten Echtzeitzugang zu den Tweets der einflussreichsten Persönlichkeiten der internationalen Sphäre. Diese interaktive, auf Französisch und Englisch zur Verfügung stehende Internetanwendung will zugleich spielerisch, pädagogisch und informativ sein. Sie bietet dem Internetbenutzer ein sehr originelles Tool, um die Einflussschwerpunkte auf den digitalen Territorien besser zu verstehen.     

 

Die Datenbank des « E-Diplomacy Hub » enthält 4.000 Twitter-Konten aus mehr als 120 Ländern. Zum ersten Mal werden weltweit Staats- und Regierungschefs, Minister, diplomatische Akteure, aber auch internationale Organisationen, Experten, Lobbyisten, Akteure der Zivilgesellschaft, Aktivisten und Hacker in einem einzigen öffentlichen Tool aufgeführt.

 

„E-Diplomacy Hub“ erstellte seine – kontinuierlich ergänzte – Datenbank nach zugleich quantitativen und qualitativen, von AFP-Experten bestätigten Kriterien. Die Anwendungsalgorithmen berechnen den globalen Einfluss nach streng definierten Kriterien:

  • Popularität: zeigt die Zahl der „Follower“
  • Engagement: misst die Fähigkeit, an Konversationen teilzunehmen und auf Nachrichten zu antworten
  • Vertrauen: bewertet, ob die Besitzer der Konten als Referenz übernommen und zitiert werden

Dank der Geolokalisierung können die Benutzer die Anwendung öffnen, indem sie ihr Herkunftsland angeben, dadurch kann man anschließend eine benutzerspezifische Funktion aktivieren. Der Internetbenutzer kann die Informationen auf einer Weltkarte einsehen. Die auf der Karte erscheinenden Piktogramme zeigen, ob E-Diplomaten aus einem oder zwei ausgewählten Ländern präsent sind, und die Verbindungen zwischen Hauptstädten zeigen das Volumen und den Inhalt der ausgetauschten Tweets an.  

 

„E-Diplomacy Hub“ bietet eine Klassifizierung nach „e-diplomatischem“ Einfluss der Staaten und Einzelpersonen, während die Suchmaschine die von den Konten der Datenbank in den letzten 24 Stunden am meisten verwendeten 200 Hashtags anzeigt. Um die e-diplomatischen Verbindungen zwischen den Akteuren der Datenbank zu sehen, kann man anhand einer Funktion einsehen, „wer wem” auf der Mikroblogging-Website „folgt“. Die Rubrik „Conflits“ (Konflikte) schließlich deckt die Tätigkeit illegaler Gruppen und Hacker auf Twitter auf. Die „E-Diplomacy Hub“-Daten werden regelmäßig von AFP-Journalisten analysiert und erklärt.

Um „E-Diplomacy“ zu entdecken