
Bei einem Anschlag auf eine Trauerfeier sind in der russischen Teilrepublik Inguschetien im konfliktreichen Nordkaukasus sechs Polizisten getötet worden. Der Anschlag ereignete sich wenige Stunden nach einem Angriff auf eine Moschee in der nahegelegenen russischen Teilrepublik Dagestan.
Der Sprengsatz in Inguschetien sei detoniert, als die Polizisten den Hof eines Privathauses erreicht hätten, um dort Abschied von einem am Vorabend erschossenen Kollegen zu nehmen, sagte ein Behördensprecher der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Sechs Menschen seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

In der russischen Kaukasusrepublik Dagestan haben Bewaffnete eine Moschee gestürmt und acht Menschen verletzt. Wie das regionale Innenministerium mitteilte, schossen zwei maskierte Männer in der Stadt Chasawjurt auf Gläubige in einer schiitischen Moschee. Zwei der Verletzten seien von den Kugeln im Bauch und in der Brust getroffen worden, andere hätten Schusswunden in Armen und Beinen.
In der nahegelegenen russischen Teilrepublik Dagestan hatten Bewaffnete und maskierte Männer in der Stadt Chasawjurt eine schiitische Moschee gestürmt und auf Gläubige geschossen. Acht Menschen wurden dabei verletzt. Ein von ihnen zurückgelassener Sprengsatz wurde später entschärft. Im Nordkaukasus kämpfen seit Jahren radikalislamische Rebellen für die Unabhängigkeit von Moskau und die Errichtung eines islamischen Staats.