
Die für die 850-Jahr-Feiern der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris gegossene Glocke "Marie" hat die Gießerei in den Niederlanden verlassen. "Marie" werde am Freitag für die letzten Anpassungen in der Normandie eintreffen, sagte der Chef der königlichen Glockengießerei Eijsbouts im niederländischen Asten, Joost Eijsbouts, der Nachrichtenagentur AFP. Die Glocke wiegt knapp sechs Tonnen, hat einen Durchmesser von zwei Metern und sechs Zentimetern und ist ebenso hoch.
Am 2. Februar soll "Marie" dann weiter nach Paris gebracht werden. Schließlich soll sie im Südturm der Kathedrale neben der berühmten Groß-Glocke "Emmanuel" aufgehängt werden. Beim Schlagen von "Marie" erklinge "fast ein tiefes As", versicherte Eijsbouts. Damit sei sie optimal auf die tiefste Glocke von Notre Dame, "Emmanuel", abgestimmt. Die vier Glocken im Nordturm der Pariser Kathedrale waren im Februar abgenommen worden, um von acht anderen Glocken ersetzt zu werden, die in einer Gießerei in der Normandie gefertigt wurden.
Ein Jahr lang wird 2013 in Frankreich das 850-jährige Bestehen der Kathedrale gefeiert, die jährlich fast 14 Millionen Touristen und Gläubige anzieht und damit die mit Abstand meisten Besucher unter den Wahrzeichen von Paris. Als eines der weltweit imposantesten Meisterwerke gotischer Architektur zählt Notre-Dame zum Weltkulturerbe der UNESCO. Berühmt wurde die Kathedrale unter anderem durch den Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" des Schriftstellers Victor Hugo.