Der als "Kreml-Flieger" bekannt gewordene Mathias Rust glaubt, durch seinen berühmten Flug nach Moskau vor 25 Jahren auch einen gewissen Einfluss auf die Geschichte genommen zu haben. "Ich wollte eine Botschaft der Menschlichkeit überbringen, was ich auch getan habe", sagte Rust der russischen Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" anlässlich des Jahrestags seiner spektakulären Aktion. Er glaube, dass er die Öffnungspolitik des sowjetischen Staatschefs Michail Gorbatschow "ein wenig beschleunigt" habe.
Rust war im Jahr 1987 während des Kalten Kriegs als 19-Jähriger mit einem kleinen Sportflugzeug von Deutschland über Finnland unerlaubt bis nach Moskau geflogen, ohne dass die sowjetische Luftabwehr dies vereitelte. Am 28. Mai landete er sein Flugzeug mitten in der damaligen sowjetischen Hauptstadt vor den Mauern des Kremls. Die Aktion erregte weltweit Aufsehen.