
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist zu einem zuvor nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. Wie eine mitreisende Journalistin berichtete, landete der zivile Regierungs-Airbus direkt auf dem Flughafen der nordafghanischen Großstadt Masar-i-Scharif.
Die stabilere Sicherheitslage in der Region habe dies möglich gemacht, hieß es. Bisher waren deutsche Regierungsmitglieder auf dem Weg nach Afghanistan im usbekischen Termes in Militärmaschinen umgestiegen, die gegen Raketenbeschuss gesichert sind.
Der Flughafen von Masar-i-Scharif liegt am Rande des großen internationalen Militärcamps, in dem die Bundeswehr ihr Hauptquartier hat. Er wird aber auch von zivilen Flugzeugen genutzt.
Termes ist das Nachschubdrehkreuz für den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch. Derzeit sind dort und in Afghanistan etwa 4800 Soldaten stationiert. Die Bundeswehr ist im NATO-geführten Afghanistan-Einsatz für den nördlichen Teil des Landes am Hindukusch zuständig.