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Chinesisches Raumschiff wieder von Testmodul getrennt

Peking (AFP)

Die Mission des chinesischen Raumschiffs "Shenzhou 9" verläuft weiter erfolgreich: Am Donnerstag wurde das Schiff mit der ersten Chinesin im All an Bord wieder manuell vom Testmodul "Tiangong 1" getrennt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Das manuelle An- und Abdocken von dem Modul mit einer Art Joystick war die zentrale Aufgabe der Mission, die der Raumfahrer Liu Wang aus der dreiköpfigen Besatzung der "Shenzhou 9" übernahm. Die Rückkehr des Raumschiffs zur Erde wird für Freitag erwartet.

Am Sonntag hatte das Schiff manuell an "Tiangong 1" angedockt. Zuvor war ein automatisches Andockmanöver gelungen. Manuelle Manöver sind vor allem für den Fall wichtig, dass die automatischen Systeme ausfallen. Die Manöver gelten als wichtige Etappe in der chinesischen Raumfahrt und sind eine Voraussetzung für den Bau einer eigenen Raumstation, die China bis zum Jahr 2020 plant.

Die Taikonauten, wie chinesische Raumfahrer genannt werden, übten das schwierige manuelle Manöver auf der Erde in Simulationen rund 1500 Mal. Es gilt als gefährlich, weil die beiden Raumschiffe mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 Stundenkilometern um die Erde kreisen und einander bei einem Zusammenprall zerstören würden.

Die Kampffliegerin Liu Yang ist die erste Chinesin im All. Von den chinesischen Medien wird sie bereits als Nationalheldin gefeiert. Während der rund zweiwöchigen Mission im All ist Liu vor allem für medizinische Experimente zuständig.

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