Ihre Branche:

TV& Radio

Der AFP-Textdienst ist auf die Informationsbedürfnisse von tagesaktuell berichtenden Medien zugeschnitten. Knappe Meldungen zu wichtigen Ereignissen rund um die Uhr richten sich insbesondere an die Macher von Rundfunknachrichten. Analysen und Hintergrundberichte zu den Top-Ereignissen helfen Redaktionen bei der Einordnung aktueller Ereignisse...

Die reichhaltige Berichterstattung von AFP aus allen Regionen der Welt ermöglicht die komplette Aufbereitung des Nachrichtengeschehens in den Bereichen Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Sport, Wissenschaft, Vermischtes, und Kurioses

Globale Recherche, globale Reichweite

Israels Verteidigungsministerium kritisiert Siedlungspläne

03/10 | 14:26 GMT

Die Pläne zum Ausbau von jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem haben auch in der israelischen Regierung Kritik hervorgerufen. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Pläne zum Siedlungsausbau.

Palästinensische Flagge vor israelischer Siedlung

Jerusalem/Ramallah (AFP) - Israels Pläne zum Ausbau jüdischer Siedlungen in Ost-Jerusalem stoßen weiter auf Kritik - sogar innerhalb der israelischen Regierung. Das Verteidigungsministerium von Ehud Barak äußerte sich "verärgert". US-Vizepräsident Joe Biden bekräftigte seine Kritik bei einem Treffen mit der Palästinenserführung im israelisch besetzten Westjordanland, die Bundesregierung nannte die Pläne "nicht akzeptabel".

Das Verteidigungsministerium von Ehud Barak erklärte, die Ankündigung in dem von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Ost-Jerusalemer Stadtteil Ramat Schlomo weitere 1600 Wohnungen zu bauen, beeinträchtige die Bemühungen um Friedensverhandlungen mit den Palästinensern. Israel arbeite seit Monaten daran, ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen den Verhandlungsparteien zu erreichen. Dies müsse berücksichtigt werden.

Biden sagte nach seiner Begegnung mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah, Israels Entscheidung untergrabe das für Friedensgespräche erforderliche Vertrauen.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte, mit Israels Schritt werde sowohl "inhaltlich als auch vom Zeitpunkt her ein völlig falsches Signal ausgesandt". Es gehe jetzt darum, Voraussetzungen für umfassende Verhandlungen mit den Palästinensern zu schaffen. EU-Außenministerin Catherine Ashton sagte vor dem Europaparlament in Straßburg: "Ich schließe mich Joe Biden an, der den geplanten Bau von 1600 neuen Häusern in Ost-Jerusalem verurteilt hat".

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Pläne zum Siedlungsausbau. Damit verstoße Israel gegen internationales Recht, erklärte Ban in New York. Die Siedlungsbestrebungen liefen "jeder Entwicklung zu einem durchführbaren Friedensprozess" zuwider.

Die Arabische Liga kündigte für den Abend ein Sondertreffen zu dem Thema in Kairo an. Dabei werde es eine "klare Antwort auf die israelische Haltung" geben, teilte der katarische Regierungschef Scheich Hamad bin Dschassim el Thani nach einer Unterredung mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, in Doha mit. Mussa sagte, die "Beleidigung" durch Israel habe mittlerweile ein Ausmaß angenommen, das kein Araber akzeptieren könne.

Jüdische Siedlungen in Ost-Jerusalem

Die Siedlungsfrage gehört zu den zentralen Streitpunkten im Nahost-Konflikt. Die Friedensgespräche liegen seit der israelischen Offensive im Gazastreifen vor gut einem Jahr auf Eis. Auf Druck der USA hatte die israelische Regierung Ende November einen auf zehn Monate befristeten Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland verhängt. Das Moratorium gilt jedoch nicht für das 1967 von Israel besetzte und später annektierte Ost-Jerusalem.

Umfang

Täglich 5000 Meldungen in sechs weit verbreiteten Sprachen

Sprachen

Französisch, Englisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch, Arabisch

Mehr dazu


Weltweite Berichterstattung rund um die Uhr

Eine umfassende Berichterstattung

Gestützt auf die AFP-Präsenz in 165 Ländern und sein inländisches Korrespondentennetz beliefert der deutsche AFP-Textdienst etwa 150 Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsender sowie Agenturen im deutschsprachigen Raum täglich mit aktuellen Nachrichten, Analysen und Hintergrundinformationen aus allen Themengebieten.

Termin- und Themenvorschauen

Ausgewogene Zusammenfassungen zu den wichtigsten Redaktionsschlusszeiten der Zeitungen decken den Informationsbedarf von Printmedien. Übersichtliche Termin- und Themenvorschauen sowie Sonderrubriken runden als Service für die Redaktionen den Textdienst von AFP ab.

Einige aktuelle Themenbeispiele