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Euro-Finanzminister einig über Notfallplan für Griechenland
03/16 | 06:38 GMT

©DDP/AFP / Michael Kappeler
Die Finanzminister der Euro-Länder haben sich auf die Grundzüge eines Notfallplans für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Die Mitgliedsländer wollen Griechenland bei einem drohenden Staatsbankrott bilaterale Hilfen zur Verfügung stellen.

©DDP/AFP / Michael Kappeler
Euro-Scheine
Brüssel (AFP) - Die Finanzminister der Euro-Länder haben sich auf die Grundzüge eines Notfallplans für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Der luxemburgische Regierungschef und Eurogruppen-Vorsitzende Jean-Claude Juncker sagte in Brüssel, die Mitgliedsländer würden Griechenland bei einem drohenden Staatsbankrott bilaterale Hilfen zur Verfügung stellen. Derzeit sei dies aber noch nicht nötig.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten Griechenland bereits im Februar grundsätzlich ihre Unterstützung in Aussicht gestellt. Nun verständigten sich die Finanzminister nach Junckers Angaben auf die "technischen Modalitäten" für mögliche Hilfen. Details nannte er nicht.
"Alle Mitglieder der Eurozone werden sich an dieser kollektiven Anstrengung beteiligen", sagte der luxemburgische Regierungschef. Die endgültige Entscheidung über konkrete Hilfen müssten wiederum die Staats- und Regierungschefs treffen. Der EU-Gipfel tagt am Donnerstag und Freitag kommender Woche in Brüssel.
Nach Junckers Worten umfasst der Hilfsplan keine Bürgschaften für griechische Staatsanleihen. Die spanische Finanzministerin Elena Salgado, deren Land derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, hatte dies zuvor als eine mögliche Option bezeichnet.
Eine Summe für mögliche Finanzhilfen nannte Juncker nicht. Nach Diplomatenangaben ist eine Unterstützung in Höhe von 20 bis 25 Milliarden Euro im Gespräch. Eine Summe in dieser Größenordnung benötigt die Regierung in Athen bis Mai, um ihre Schulden in Höhe von rund 300 Milliarden Euro gegenfinanzieren zu können.
Nach Angaben von EU-Währungskommissar Olli Rehn billigten die Finanzminister "klar und unmissverständlich" das verschärfte griechische Sparprogramm. Es sieht unter anderem das Einfrieren von Renten sowie eine höhere Mehrwertsteuer vor und sorgte in der vergangenen Woche für wütende Bürgerproteste.
Auf wenig Gegenliebe stieß in Brüssel der Vorstoß von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für einen Europäischen Währungsfonds (EWF). Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde sagte, der Vorschlag habe für die Euro-Länder keine Priorität. Auch Österreich meldete Bedenken an. "Für Griechenland kommt diese Idee schon zu spät", sagte der österreichische Finanzminister Josef Pröll.
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Einige Beispiele
Bundestag berät über Haushaltsentwurf für 2010
03/16 | 06:16 GMT

©DDP/AFP/Archiv / Axel Schmidt
Der Bundestag beginnt heute mit seinen abschließenden Beratungen über den Haushalt 2010. Einer der Redner ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Neuverschuldung des Bundes steigt in diesem Jahr auf 80,2 Milliarden Euro und ist damit gut doppelt so hoch wie der bisherige Schuldenrekord von 40 Milliarden Euro aus dem Jahr 1996. Begründet werden die hohen Schulden mit den Kosten der Wirtschafts- und Finanzkrise. (Archivbild)

©DDP/AFP/Archiv / Axel Schmidt
Deutscher Bundestag
Berlin (AFP) - Der Bundestag beginnt heute mit seinen abschließenden Beratungen über den Haushalt 2010. Einer der Redner ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Neuverschuldung des Bundes steigt in diesem Jahr auf 80,2 Milliarden Euro und ist damit gut doppelt so hoch wie der bisherige Schuldenrekord von 40 Milliarden Euro aus dem Jahr 1996. Begründet werden die hohen Schulden mit den Kosten der Wirtschafts- und Finanzkrise.

©AFP
Haushaltsentwurf für 2010
Die Generaldebatte findet morgen statt. Der Haushalt soll dann am Freitag zunächst vom Bundestag und danach vom Bundesrat endgültig beschlossen werden. Die Etataufstellung hatte sich wegen der Bundestagswahl und des Regierungswechsels verzögert.

DEUTSCHLAND
Bundestag berät über Haushaltsentwurf für ...Chile erneut von schwerem Nachbeben erschüttert
03/16 | 06:42 GMT

©AFP / Evaristo Sa
Gut zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Chile mit fast 500 Todesopfern ist das Land erneut von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Örtliche Medien berichteten, das Nachbeben habe keine großen Schäden angerichtet.

©AFP / Evaristo Sa
Schäden nach dem Erdbeben von Ende Februar
Washington (AFP) - Gut zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Chile mit fast 500 Todesopfern ist das Land erneut von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Laut der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Erdbeben der Stärke 6,7 sein Epizentrum in 35 Kilometern Tiefe und rund 70 Kilometer von Concepción entfernt. Die Stadt ist von dem schweren Beben der Stärke 8,8 Ende am 27. Februar besonders stark betroffen.
Das USGS gab keine Tsunami-Warnung heraus, die nationale Katastrophenschutzbehörde in Chile schloss die Gefahr einer Flutwelle aus. Nach dem Beben Ende Februar hatte ein Tsunami mehrere Küstenorte überschwemmt. Örtliche Medien berichteten, das Nachbeben habe keine großen Schäden angerichtet. In Concepción sei es allerdings zu Stromausfällen gekommen und dort sowie in der zentralchilenischen Stadt Talca seien Menschen in Panik geraten. Seit dem Beben wurden in Chile bereits mehr als 200 Nachbeben registriert.




