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WELTGESCHEHEN
...Bieterrennen um US-Tankflugzeuge womöglich wieder offen
03/19 | 11:21 GMT

©AFP / Paul J. Richards
Das Rennen um den Milliardenauftrag des Pentagons für Tankflugzeuge ist womöglich wieder offen: Das Ministerium erwägt, die Frist der Ausschreibung zu verlängern, um dem europäischen Flugzeugbauer Airbus einen Wiedereinstieg zu ermöglichen. (Archivfoto)

©AFP / Paul J. Richards
Betankung in der Luft
Washington (AFP) - Das Rennen um den Milliardenauftrag des US-Verteidigungsministeriums für Tankflugzeuge ist womöglich wieder offen: Das Pentagon erwägt, die Frist der Ausschreibung zu verlängern, um dem europäischen Flugzeugbauer Airbus einen Wiedereinstieg zu ermöglichen. Der Chef der Airbus-Mutter EADS, Louis Gallois, hatte zuvor angedeutet, der Luftfahrt- und Rüstungskonzern könne ein neues Angebot vorlegen.
Das Verteidigungsministerium sei benachrichtigt worden, dass EADS nicht ausschließe, wieder in das Bieterverfahren einzusteigen, teilte Ministeriumssprecher Geoff Morrell mit. "Wenn nötig, können wir eine Verlängerung der Frist für die Angebote in Erwägung ziehen", hieß es darin. Ein solcher Schritt sei ohnehin "nicht unüblich". Die bisherige Frist für die Abgabe der Angebote läuft Mitte Mai ab.
EADS und sein US-Partner Northrop Grumman hatten sich vergangene Woche aus der Ausschreibung für das neue Luftbetankungsflugzeug für die US-Luftwaffe zurückgezogen. Als Grund gaben sie an, dass die Ausschreibung des Pentagon klar auf den US-Konkurrenten Boeing zugeschnitten sei. Dies hatte für Empörung in Europa gesorgt. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) kritisierte "Anzeichen von Protektionismus". Das Pentagon wies die Vorwürfe zurück.
Ministeriumssprecher Morrell betonte nun, das Pentagon strebe einen "fairen und offenen Wettbewerb" an. Das Ministerium würde einen Wiedereinstieg von Airbus daher "begrüßen". Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr jedoch aus informierten Kreisen, das Pentagon strebe an, die Ausschreibung nach Jahren endlich schnellstmöglich abzuschließen. Dabei werde das Angebot von Boeing bevorzugt. Boeing will ein kleineres Flugzeug als Airbus anbieten, das entsprechend günstiger wäre.
EADS-Chef Gallois erklärte vor Journalisten in New York, der Konzern habe noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob er erneut ein Angebot vorlegt. Dies sei aber nicht ausgeschlossen. In jedem Fall sei es EADS "unmöglich", bis Mitte Mai ein Angebot einzureichen.
Bei der Ausschreibung des US-Ministeriums geht es um den Bau von 179 Tankflugzeugen für 35 Milliarden Dollar (25,8 Milliarden Euro). Eine erste Ausschreibung hatte 2003 Boeing gewonnen, in einem zweiten Verfahren setzten sich EADS und Northrop Grumman durch. Beide Vergabeverfahren wurden allerdings annulliert, der Auftrag jeweils neu ausgeschrieben.

WIRTSCHAFT
Bieterrennen um US-Tankflugzeuge womöglich wieder ...Haushalt für 2010 mit Rekord-Neuverschuldung verabschiedet
03/19 | 13:04 GMT

©DDP/AFP / Michael Kappeler
Nach wochenlangen Beratungen und viertägiger Schlussdebatte hat der Bundestag den ersten Haushalt der schwarz-gelben Koalition verabschiedet.

©DDP/AFP / Michael Kappeler
Haushaltsdebatte im Bundestag
Berlin (AFP) - Nach wochenlangen Beratungen und viertägiger Schlussdebatte hat der Bundestag den ersten Haushalt der schwarz-gelben Koalition verabschiedet. In namentlicher Abstimmung votierte das Parlament mehrheitlich für den Etat 2010 mit Ausgaben von insgesamt 319,5 Milliarden Euro und einer Rekord-Neuverschuldung von 80,2 Milliarden Euro.
Für das Haushaltsgesetz stimmten 313 Abgeordnete, dagegen votierten 256 Parlamentarier. Es gab keine Enthaltung. Dem Haushalt muss in der kommenden Woche noch der Bundesrat zustimmen.
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©AFP
Animation: EU-Defizit
Kurz vor der Schlussabstimmung hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) das Volumen der Ausgaben und der neuen Schulden noch einmal mit Verweis auf die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise verteidigt. Zugleich bekräftigte er seine Absicht, die "zu hohe Neuverschuldung" in den kommenden Jahren drastisch zurückzufahren. Der Bund werde die Vorgaben der Schuldenbremse erfüllen müssen, sagte er. Dies bedeute, pro Jahr mindestens zehn Milliarden Euro einzusparen.



