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Miami (AFP) - "Wunderbaby" Jenny, das vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti lebend aus den Trümmern geborgen worden war, ist doch keine Waise. Aufgrund von DNA-Tests ordnete ein Gericht in Miami am Mittwoch an, dass die Kleine ihren leiblichen Eltern zurückgegeben wird.
Athen (AFP) - Das von Finanzsorgen geplagte Griechenland will mit dem Verkauf eines deutschen U-Boots, dessen Lieferung sich seit Jahren wegen eines Streits verzögert, bis zu 350 Millionen Euro verdienen. "Die Deutschen schätzen den Preis auf 300 Euro, wir rechnen jedoch mit 350 Millionen Euro", sagte Verteidigungsminister Evangelos Venizelos am Mittwoch vor Journalisten in Athen.
Berlin (AFP) - Nach dem spektakulären Raubüberfall auf ein Pokerturnier in Berlin hat die Berliner Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der Mann habe bei einer Routine-Kontrolle an einem U-Bahnhof ausgesagt, dass nach ihm gefahndet werde und sei daraufhin festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend. Allerdings stehe seine Identität noch nicht eindeutig fest. Die "B.Z." hatte zuvor auf ihrer Internetseite berichtet, bei dem Festgenommen handele es sich um einen der drei Gesuchten.
Brüssel (AFP) - Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou hat einem Austritt seines Landes aus der Euro-Zone eine Absage erteilt. "Griechenland wird die Euro-Zone nicht verlassen", sagte Papandreou am Mittwoch nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel. Sein Land sei beim Abbau der Rekordschulden von mehr als 300 Milliarden Euro "auf einem sehr positiven Weg".
Rom (AFP) - Fiat-Erbin Margherita Agnelli de Pahlen ist mit ihrem Versuch gescheitert, per Gericht das Gesamtvermögen ihres Vaters prüfen zu lassen und so zu mehr Geld zu kommen. Wie die italienische Zeitung "La Repubblica" am Mittwochabend auf ihrer Internetseite berichtete, wies ein Gericht in Turin die Klage der 54-jährigen Tochter des verstorbenen Fiat-Chefs Gianni Agnelli zurück. Darüber hinaus muss sie die Prozesskosten in Höhe von 32.000 Euro übernehmen.
Brüssel (AFP) - Das hoch verschuldete Griechenland schließt Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht mehr aus. "Wir halten uns alle Optionen offen", sagte der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou in Brüssel auf die Frage einer möglichen IWF-Finanzspritze. "Wir würden aber eine europäische Lösung bevorzugen", betonte Papandreou nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.
Berlin (AFP) - Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) steht weiter wegen nicht eingehaltener Entwicklungshilfe-Zusagen in der Kritik. Die Entwicklungsexpertin der Linksfraktion, Heike Hänsel, warf Niebel am Mittwoch im Bundestag vor, ihm fehle der "politische Wille", um die Entwicklungsausgaben in diesem Jahr, wie international vereinbart, auf 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Nach diesem Zwischenziel soll bis 2015 eine Erhöhung um insgesamt 0,7 Prozent erreicht werden. Niebel hatte es Anfang März als "sehr sportlich" bezeichnet, dieses Ziel zu erreichen.
Lagos (AFP) - Der nigerianische Übergangspräsident Goodluck Jonathan hat die Regierung aufgelöst. Das teilte Informationsministerin Dora Akunyili am Mittwoch im Anschluss an eine Kabinettssitzung mit. Gründe dafür habe Jonathan nicht genannt, sagte sie. Jonathan war Anfang Februar auf Wunsch des Parlaments Übergangsnachfolger des bisherigen schwerkranken Staatschefs Umaru Yar'Adua geworden. Er war zuvor Vizepräsident gewesen.
Washington (AFP) - Fast jeder hundertste erwachsene US-Bürger sitzt im Gefängnis ein. Die Zahl aller Gefängnisinsassen in den USA habe im Januar 2010 bei 2,3 Millionen gelegen, heißt es in einer am Mittwoch in Washington vorgelegten Studie des Forschungszentrums Pew. Dies waren etwas weniger als im Vorjahr; ob sich daraus bereits ein Trend in Richtung weniger Gefängnisinsassen ablesen lasse, war nach Einschätzung der Forscher noch unklar. Langfristig betrachtet ist die Zahl der Häftlingen aber weiter auf sehr hohem Stand: Im Vergleich zu 1973 stieg sie bis 2009 um mehr als 700 Prozent.
Havanna/London (AFP) - Die kubanische Polizei hat in der Hauptstadt Havanna rund 30 sogenannte Damen in Weiß festgenommen, die für die Freilassung ihrer als Regierungsgegner inhaftierten Angehörigen demonstrierten. Wie ein AFP-Journalist berichtete, wurden die Teilnehmerinnen der Kundgebungen am Mittwoch von Polizistinnen mit Gewalt in zwei Polizeifahrzeuge gestoßen und an einen unbekannten Ort gebracht. Hunderte Anhänger der kubanischen Regierung hatten die Demonstrantinnen zuvor niedergebrüllt.
Ramallah (AFP) - Israel wird nach den Worten seines Außenministers Avigdor Lieberman am Bau neuer Siedlungen im arabischen Ostteil Jerusalems festhalten. Die Forderung der internationalen Gemeinschaft nach einem Baustopp sei "völlig unangemessen", sagte Lieberman am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit EU-Außenministerin Catherine Ashton. Israel verbiete auch den Arabern nicht, "Wohnungen in West-Jerusalem zu kaufen", sagte der Chef der ultranationalistischen Partei Israel Beitenu weiter. Er warf der internationalen Gemeinschaft vor, "auf Israel herumzutrampeln, Druck auszuüben und unzumutbare Dinge zu fordern".
Lisse (AFP) - Russlands First Lady Swetlana Medwedewa hat am Mittwoch die diesjährige Schau im weltberühmten niederländischen Blumenpark Keukenhof eröffnet. Im Beisein von Diplomaten, Regierungsvertretern und Prinzessin Maxima wurde anschließend eine neue Tulpenart auf Medwedewas Namen getauft. Die 61. Blumenschau steht unter dem Motto "Liebesgrüße aus Moskau": Zu sehen sind unter anderem Beete in der Form der typischen Matroschka-Puppen sowie als Hauptattraktion eine gigantische Nachbildung der Moskauer Basilius-Kathedrale aus 65.000 Blumen.
Washington (AFP) - Die USA haben für kommende Woche den ersten strategischen Dialog auf Ministerebene mit Pakistan angekündigt. US-Außenministerin Hillary Clinton werde am Mittwoch in Washington mit ihrem pakistanischen Kollegen Makhdoom Shah Mahmood Qureshi unter anderem über Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, Wasser und Energie, Bildung, Verkehr, Landwirtschaft und Sicherheit sprechen, teilte das US-Außenministerium mit. Pakistan ist ein enger Verbündeter der USA im Anti-Terror-Kampf.
Paris (AFP) - In Frankreich hat die Justiz erstmals im Zusammenhang mit der Selbstmordserie bei France Télécom ein Ermittlungsverfahren wegen "fahrlässiger Tötung" eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft im ostfranzösischen Besançon bestätigte am Mittwoch ein Verfahren gegen den Telefonkonzern und einen ehemaligen Manager der Firmenniederlassung für die Regionen Bourgogne und Franche-Comté. Dabei geht es um den Selbstmord eines Technikers im August 2009.
Jos (AFP) - Bei einem Angriff auf ein Dorf in Zentralnigeria hat es nach Angaben von Behörden und Augenzeugen am Mittwoch rund ein Dutzend Tote gegeben. Die meisten Opfer des Überfalls auf das Dorf Byei im Gebiet von Riyom im Bundesstaat Plateau seien christliche Frauen und Kinder, hieß es im staatlichen Rundfunk. Viele der zwölf Todesopfer wiesen von Buschmessern stammende tiefe Wunden auf und waren zum Teil verbrannt, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Die Täter, die als Soldaten verkleidete muslimische Hirten gewesen sein sollen, brannten demnach auch ein halbes Dutzend Hütten nieder.
Detroit (AFP) - Nach dem Insolvenzverfahren und tiefgreifenden Sanierungsmaßnahmen hofft der US-Autohersteller General Motors, noch in diesem Jahr aus den roten Zahlen zu kommen. "Wir haben eine vernünftige Chance, in diesem Jahr profitabel zu sein", sagte der neue GM-Finanzvorstand Chris Liddell am Mittwoch in Detroit. "Die Voraussetzungen für einen Erfolg sind extrem gut." Zudem könnte GM in der zweiten Jahreshälfte wieder Aktien ausgeben.
Washington (AFP) - Mit überparteilicher Unterstützung hat der US-Kongress ein Gesetz zur Schaffung neuer Arbeitsplätze verabschiedet. Mit 68 gegen 29 Stimmen nahm der Senat am Mittwoch die Vorlage an, die 17,6 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro) für die Belebung des Arbeitsmarkts zur Verfügung stellt. Elf der Ja-Stimmen kamen von Senatoren der oppositionellen Republikaner. Das Repräsentantenhaus hatte dem Entwurf bereits zugestimmt, das Votum des Senats machte nun den Weg frei für die Inkraftsetzung durch die Unterschrift von US-Präsident Barack Obama.
Dublin (AFP) - Das irische Kirchenoberhaupt Sean Brady hat sich für den sexuellen Missbrauchs von Kindern durch katholische Geistliche entschuldigt. In einer Rede zum St. Patrick's Day bat er die Missbrauchsopfer am Mittwoch "von ganzem Herzen" um Verzeihung. Er entschuldige sich bei allen, "die durch ein Versagen meinerseits verletzt wurden", sagte der Kardinal im nordirischen Armagh. "Wenn ich zurückschaue, schäme ich mich dafür, dass ich die Werte, zu denen ich mich bekenne und an die ich glaube, nicht immer hochgehalten habe."
Paris (AFP) - Die Gläubigerstaaten des Pariser Clubs haben Afghanistan seine Schulden vollständig erlassen. Es gehe um Verbindlichkeiten in Höhe von 1,026 Milliarden Dollar (746 Millionen Euro), teilte der Club am Mittwoch in Paris mit. Demnach wurden 585 Millionen Dollar an bilateralen Schulden gestrichen sowie weitere 441 Millionen Dollar, die Afghanistan über Internationale Organisationen aufgenommen hatte. Afghanistan habe im Gegenzug zugesichert, die freiwerdenden Mittel für die Bekämpfung der Armut und die Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik einzusetzen, erklärter der Pariser Club.
Frankfurt/Main (AFP) - Im Streit um das so genannte SWIFT-Abkommen zur Übermittlung von europäischen Bankkundendaten an die USA gibt es nach Einschätzung des SPD-Europaabgeordneten Martin Schulz eine Annäherung. "Ich sehe bei den Amerikanern Bewegung", sagte der Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europaparlament der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe). Schulz und drei andere SPD-Europaabgeordnete führen seit Dienstag in Washington Gespräche über das umstrittene Abkommen.
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